Der Webmaster Friday beschäftigt sich diesen Freitag wieder mit einem recht interessanten Thema, welches sicherlich für viele Diskussionen und hoffentlich mit genau so vielen Beiträgen sorgen dürfte. Es geht um das leidige Thema Kommentar und Trackback Spam, das so ziemlich jeden Blog betrifft.
Der Missbrauch von Trackbacks
Im vergangenen Jahr habe ich in meinem alten Blog bereits über die Trackback Problematik geschrieben. Leider hat sich seitdem die Situation auch nicht viel verbessert, ganz im Gegenteil. Immer mehr Leute gehen dazu über, so genannte “Link Empfehlungen der Woche” zu schreiben und auf diverse, mehr oder wenige interessante Artikel, zu verweisen. Von Prinzip her, eigentlich eine gute Sache, welche aber wieder zusehends Missbraucht wird. Wenn ein extrem kurzer Artikel, gut 10-10 Trackbacks raushaut, das ist schon Spam. Wir drücken hier manchmal trotzdem beide Augen zu, einfach deswegen, weil wir einigen halt keine böse Absicht dabei unterstellen. Aber seit gewarnt, wir prüfen diese Links auch nochmals im späteren Verlauf. Genau dies empfehle ich auch allen Blogger denn es kommt nicht selten vor, das der andere Blog nach ein paar Wochen die Links aus seinem Beitrag entfernt. In der Regel bekommt man das dann natürlich nicht mit.
Tipp: Überprüft hin und wieder eure Trackbacks zu den Gewinnspielen an denen ihr mal teilgenommen habt. Hier ging es um die weitergabe von Informationen ohne irgendwelche Hintergedanken.
Es gibt natürlich auch die üblichen Spam Trackbacks die durch Twitter generiert werden. Topsy, ubervu und wie der ganze Müll sich nennt, alles (A)social Web 2.0 der schon lange bei vielen auf der Blacklist steht und deren Trackbacks Null Mehrwert bringen. Selbstverständlich senden auch wir Pingbacks aus unseren Artikel raus aber wir achten darauf, das diese auch etwas für unsere Leser bringen, also einen Mehrwert haben. Bei den Blog News die wir bis vor kurzem noch einmal Wöchentlich veröffentlicht haben, war das schon Pflicht (Quellenverweis) bzw. habe ich darauf geachtet, das es nicht überhand nimmt. Speziell bei News sollte man etwas sensibler mit Trackbacks agieren.. Ob unsere Pingbacks letztendlich ankamen oder freigeschaltet wurden, war dabei ziemlich egal.
Kommentar Spam
Tja, was soll ich sagen, kennt jeder, erlebt jeder und eigentlich macht es auch jeder (ein wenig). Auch ich, in einem Gewissen Rahmen. Da brauchen wir uns nichts vorzumachen, ein paar Kommentare helfen einen neuen Blog schneller für Google interessant zu werden und eventuell auch zu Beginn etwas Bekannter zu machen. Ich sehe Kommentare nicht nur als Kommunikationsmittel zwischen Autor und Leser, sondern auch für ein wenig Blog Promotion. Allerdings lese ich mir die Artikel auch tatsächlich durch und wenn mich etwas bewegt oder ich eine Meinung zum Thema habe, schreibe ich einen Kommentar. Mit meinem Namen und Avatar und nicht einem Keyword. Ansonsten lasse ich es sein. Ich denke sehr viele Blogger halten es ähnlich und fahren damit auch ganz gut. Ich persönlich habe kein Problem damit.
Wir sind hier bei Blogszene generell recht Großzügig mit der Freischaltung von Kommentaren, selbst wenn Leute “ausversehen” ein Keyword anstatt ihres echten Namen angeben. Bei unseren geilen Artikel ist es aber auch nur zu verständlich, das man sich in eine Art “Rausch” befindet und den eigenen Namen vergisst oder verwechselt *Hust*
Hin und wieder sagen aber auch wir Nein oder müssen sogar radikale Schritte vornehmen. Bei einem Blog, der hauptsächlich über Sonderangebote bei Amazon schreibt, also eigentlich ein Amazon Shop/Blog ohne echten Mehrwert ist, sind uns ein paar unangenehme Dinge aufgefallen. Da wurde/wird mittels Kommentare ein kompletter Linkaufbau durchgezogen. Wenn mehr als 90% der Backlinks aus Kommentaren besteht, ist die Sache ziemlich schnell klar. Hier wird gerne genommen aber zurückgeben ist nicht drin. Das Bild setzt sich auch auf Twitter fort. Auf solche Einbahnstraßen haben wir natürlich so gar keine Lust und ausnutzen lassen wir uns eben auch nicht. Somit flog die URL aus allen Kommentaren heraus und der Blog landete auf unserer Blacklist. Mit den Kommentaren sollte es man also nicht übertreiben.
Blogger sind da in der Regel sehr großzügig und ehrliche Kommentatoren interessiert es auch nicht, ob der eigene Kommentar nun Nofollow (Ups, ich habe Jehova gesagt) ist oder nicht. Nach einer Weile entwickeln eh die meisten Blogger ein gutes Gespür dafür, welcher Kommentar ok ist und welcher nicht. Das ist oftmals besser als jedes Anti Spam Plug-in.
Mit Track- und Pingbacks sollte man in Zukunft etwas behutsamer umgehen und eher auf Qualität anstatt Quantität setzen. Sonst haben wir bald als nächstes Thema den herrschenden Linkgeiz (schon wieder Jehova) und der ist ja auch teilweise Hausgemacht.
Zum Wochenende noch ein cooles Megan Fox Speedpainting vom Martin Mißfeldt








Genau meine Rede. Die Anzahl solcher “Empfehlungen” ist extrem zugenommen, die Lebhaftigkeit solcher Verlinkungen jedoch extremst abgenommen. Da ist es klar – man wollte nur an einen Backlink kommen.
Einmal in der Woche setze ich meine Hunde auf solche Links ein – je nach dem, ob ich unterwegs bin oder am Mac. Dann mit diesen Lösungen:
http://playground.ebiene.de/2396/pings-erreichbarkeit-pruefen/
http://playground.ebiene.de/2563/integrity-link-checker/
Und jede Woche werden 10 – 20 Links gelöscht, weil z.B. die Quelle auch nach mehreren Versuchen nicht mehr erreichbar ist oder auch die gesetzten Links sich in der Luft aufgelöst haben. Zauberei
Ja, Du hast viele interessante Punkte angesprochen. Das Problem ist ziemlich komplex…
Danke für das Verlinken des Videos
Vor allem die Trackbacks die von den Newsseiten mit 1-2 Zeilern kommen sind für mich purer Spam. Trackbacks werden bei mir nur dann zugelassen, wenn der Artikel auch einen Mehrwert bietet und nicht alles in 3 Zeilen nur so Zusammengefasst ist ohne eigene Meinung …
Blog- und Newsaggregatoren gut und schön, aber ein Pingback von solchen Seiten ist Unsinn. Damit wird ja praktisch nur eine Selbstreferenzialität aufgebaut. Topsy, WP-Popular und Konsorten fliegen bei mir immer raus.
Das es auch anders geht, zeigt z.B. Rivva. Man stelle sich vor, Rivva würde auch jeden Artikel Pingen, der dort erscheint…
@Schnurpsel
Das ist auch der wesentliche Unterschied, dass Rivva sich die Beschaffung von Backlinks nicht zum Ziel gesetzt hat. Dafür lieben wir diesen Newsaggregator.