Blogkommentare – Die Leserbriefe der Blogs

Verfasst von Lars am 21. Jul 2010 | 12 Kommentare

Dem Schreiben von Artikeln in unseren Blogs liegt generell ein Hintergedanke zugrunde. Schließlich will man mit seinem Artikel etwas bewegen und hofft doch insgeheim auf Reaktionen von den Lesern. Mit Reaktionen meine ich nicht unzählige ReTweets via Twitter, obwohl diese ebenfalls schön mit anzusehen sind und für ein wenig Traffic sorgen. Nein, was wir eigentlich wollen sind Kommentare auf unsere Beiträge. Schließlich lebt ein Blog mit und von seinen Lesern! Was kann da also schöner sein, als ein ernst gemeinter Kommentar? Wir hier bei Blogszene haben ein Schnitt von 5,92 Kommentaren pro Beitrag, sicherlich kein schlechter Schnitt, aber bei weitem noch nicht das, was erreicht werden kann.

KommentareEin Kommentar als Reaktion auf einen Artikel – sei er positiv oder negativ – stellt immer noch die engste Form der Kommunikation zwischen Blogger und Leser dar. Natürlich ist es schön, anhand von Zugriffszahlen, ReTweets oder Abonnenten der eigenen RSS-Feeds, sich über eine breite Leserschaft bewusst zu sein. Dennoch bringen einen all diese Zahlen an sich nicht wirklich weiter, wenn man vor hat, einen Blog als Magazin und somit auch als eine Art Plattform für Diskussionen zu führen. Stellt man sich vor, dass man zwar über eine breite Leserschaft verfügt, diese jedoch nicht willig ist, die eigenen Artikel zu kommentieren, kommt man letztendlich an einen Punkt der Ratlosigkeit, die sich bis zur Lustlosigkeit entwickeln kann, eigene Projekte fortzuführen. Wenn doch so viele die Blogartikel lesen, warum schreiben dann nur so wenige etwas dazu?

Man sollte sich von vornherein darüber im Klaren sein, für wen man schreibt oder was man eventuell mit seinem Artikel erreichen will. Ist man sich dessen schon vor der Erstellung eines Artikels bewusst, ist es leichter, seinen Artikel auf einem gewissen Level zu halten und die Attraktivität gegenüber dem Leser nicht zu verlieren. Es geht also darum, den Nutzer – den letztendlich ist der Leser der Nutzer des Blogs und soll auch einen Nutzen von dem Artikel haben – ,mit ins Boot zu holen, sei es durch kontroverse, spannende oder lustige Thesen, Tutorials, Tipps, und und und. Die Möglichkeiten für den Blogger sind hier schier grenzenlos, solange man sich seiner Aufgabe und Zielgruppe bewusst ist.

Es gilt zudem, dem Artikel einen roten Faden zu geben. Überschriften, Bilder, Zitate – Es gibt unzählige Variationen, die den Artikel auflockern und dem Leser das „Lesen“ erleichtern, bzw. einem möglichen Absprung entgegenzuwirken.

Der Leser in Uns

Ein Punkt ist sicherlich – und da spreche ich ein wenig aus meiner eigenen Erfahrung – das Faktum „Zeit“. Ein guter Kommentar benötigt unter normalen Umständen auch ein wenig Zeit – Ein Faktor der in vielen Fällen nicht auf Anhieb zur Verfügung steht, gerade wenn man wie ich, viele Blogartikel unterwegs liest. Zudem ist es nicht gerade bequem, auf einem Smartphone ein Blogkommentar zu verfassen. So kann es schon mal vorkommen, dass der eine oder andere Artikel zu welchem man eigentlich etwas beitragen wollte, im Laufe des Tages untergeht und einfach in Vergessenheit gerät.

Vielleicht wissen einige schlichtweg auch nicht, was sie schreiben sollen oder finden für sich heraus, dass sie zu dem Thema nichts zu sagen haben und verschwinden nach dem Lesen wieder.

Die Angst vor der eignen Meinung

Wie bereits erwähnt, gilt es den Leser mit ins Boot zu holen, ihn auf die eigene Seite zu bringen und unterbewusst Kommentare zu entlocken. Eine vielleicht etwas direkte Aussage, aber psychologisch gesehen stellt das nichts weiter dar, als eine Reaktion (Kommentar) auf unsere Aktion (Blogartikel) zu generieren. Doch auch das hilft nicht viel, wenn der Leser unsicher ist. Ich bin mir sicher, dass gerade auf Blogs, die eine bestimmte Nische bedienen, viele Kommentare nicht zustande kommen, weil sich der Leser aufgrund seiner Erfahrung oder seines nach seiner Meinung nicht vorhandenen KnowHows für nicht „würdig“ hält, einen Kommentar zu schreiben.

MeinungAngst, oder die Angst sich in einem Medium, wie dem Web2.0 durch – seiner Meinung nach – peinliche oder noobhafte Kommentare ein stückweit selbst bloß zu stellen und der eigenen Person auf diese Weise nachhaltig schaden zu können, ist sicherlich ein Hemmfaktor für Kommentare. Dem entgegen kann man nur sagen:  Kein Blogger macht es sich zur Aufgabe, seine Leser öffentlich zu diffamieren! Es gibt keine dummen Kommentare, genauso wie es keine dummen Fragen gibt. Lediglich der Umgang mit Kommentaren kann dumm sein, dass wiederum liegt dann aber in der Hand des Bloggers. Und wenn ich an dieser Stelle von uns Dreien von Blogszene.com sprechen darf: Wir sind auch nur Menschen. Auch wir haben schon Artikel in den Sand gesetzt oder Kommentare auf anderen Blogs hinterlassen, bei den man sich im Nachhinein gedacht hat: „Autsch, habe ich das jetzt gerade wirklich geschrieben“?Aber gerade das ist es doch, was uns so menschlich macht und unser Bild im Web2.0 festigt und mehr Gestalt verleiht.

Und dann gibt es auch Leser, die sich während des Lesen Gedanken über den Artikel machen, jedoch nichts kommentieren, sondern stattdessen im Büro oder Privat mit Kollegen und Freunden über das Thema diskutieren. Irgendwie eine sonderliche Situation, oder nicht? Hey, auf deinem Blog will ich meine Meinung nicht lassen, aber mit Freunden nehme ich mich dem Thema gerne an. Selbst der eben geschriebene Satz, würde mich als Autor zufrieden stellen, zeigt er mir doch eine ehrliche Meinung und das der Artikel irgendwo irgendjemandem zum Denken angeregt hat.

Belohnung für Aktivität

AngstEine gute Alternative, um das Eis am Anfang, gerade für neue Leser, zu brechen, sind sicherlich kleinere Gewinnspiele der Marke: „Hinterlasse dein Kommentar und nehme an dem Gewinnspiel teil“! Hier muss nicht mal eine themenbezogene Interaktion zwischen Blogger und Leser stattfinden, ein kurzes: „Cool“, oder „Danke für das Gewinnspiel“ reicht schon für die Teilnahme aus. Es ist eine Art erster Schritt etwaigen neuen Lesern, wie auch alten Lesern, einen Anstoß zu geben sich aktiver zu beteiligen.

Letztendlich leben wir als Magazin von euren Kommentaren, den Kommentaren unserer Leser. Sie stellen für uns die Leserbriefe des Web2.0 dar und ein Magazin ohne Kommentare der eigenen Leser wäre nur halb so lebhaft und interessant. Würdet ihr nicht eure Meinung, Fragen, Kritik, etc. am Ende eines unserer Artikel stehen lassen, würde es mit dem Magazin Blogszene.com wohl schlecht aussehen. Die wohl größte Genugtuung ist es jedoch, wenn sich aus den verschiedenen Ansichten und Meinungen eine richtige Diskussion entwickelt, welche uns selbst und andere wiederrum Ideen für neue Artikel schaffen.

Einzelfälle?

Nun gibt es aber auch immer wieder Fälle, in dem selbst Blogger die Kommentarfunktion ausblenden – Und ich rede hier nicht von den üblichen Verdächtigen  (z.B. SEO-Blogs zur Generierung von Backlinks), sondern von normalen Blogs frischer , wie alter Blogger. Bei neuen Bloggern kann ich es noch relativ gut nachvollziehen. Hier wird es sich ähnlich verhalten, wie bei der Angst, in Kommentaren bloßgestellt zu werden, gerade weil man neu ist und vielleicht auf seinem Gebiet noch nicht so viel Ahnung hat. Doch wer als Einsteiger seine Kommentarfunktion ausblendet, der entsagt sich einem ganz wichtigem Punkt als Blogger, dem Aspekt des Voneinander Lernens. Sehe ich aber Blogs, welche schon seit Jahren im Netz rumgeistern und dennoch die Kommentarfunktion ausblenden, frage ich mich ernsthaft nach dem Warum. Vielleicht spielt hier der Linkgeiz eine Gewisse Rolle oder die Tatsache, dass selbst erfahrenere Blogger befürchten, sich mit einigen Artikeln zu weit aus dem Fenster zu lehnen und sich durch das Sperren der Kommentarfunktion negativen Reaktionen entziehen möchten.

Was bleibt?

Letztendlich bleibt zu sagen, dass Bloggen und das Kommentieren von Artikeln eine der schönsten Symbiosen des Web2.0 darstellt. Man kann frei seine Meinung publizieren, andere daran teilhaben lassen, fremde Meinung zu dem Thema hören und sogar sinnhafte Diskussionen führen.  Als Blogger und Leser können wir viel von den unterschiedlichsten Meinungen unserer Leser profitieren und lernen. Zugleich haben wir wiederum die Möglichkeit, unsere Meinungen kund zu tun und andere an unserem Sein teilhaben zu lassen. Gerade in der heutigen Zeit kann ein Miteinander so einfach sein, sofern man es zulässt und bereit ist sich, selbst in ein mediales Licht zu stellen.

In diesem Sinne: „esse est percipi“ .

Bildquelle: Marco Barnebeck / pixelio.de

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Neu: Blogger-Forum

Dies ist nur ein GravatarAutor: Lars

Dieser Beitrag wurde von Lars verfasst. Nebenbei schreibt Lars auch auf seinem Blog whit3h4t.de, sofern er nicht gerade twittert (@whit3h4t) oder seiner Arbeit als SEO nachgeht.

  • Website: http://www.whit3h4t.de

12 Kommentare

  1. Witziger Weise hat sich in all den Jahren nichts geändert. Der erste Kommentar muss den Stein ins Rollen bringen.

    Ich hoffe, ich habe meinen Teil dafür getan ;)

  2. Lars sagt:

    Moin,

    ja der erste Kommentar scheint auch noch so ein Problem zu sein, aber dem hast du ja erfolgreich entgegen gearbeitet ;)
    Mal sehen ob es denn auch Früchte trägt …

  3. webwork sagt:

    Hi,

    ein guter Artikel, der sicherlich zum Nachdenken anregt. Ändern wird sich dadurch aber gar nichts. Was folgt, ist nur meine Meinug und hat keinen Anspruch auf Richtigkeit.

    Es liegt an der Branche/Nische – wie immer man es auch bezeichnen will. Schon seit vielen Jahren betreibe ich Blogs und vermarkte diese teilweise auch.

    Ich kommentiere, sende Trackbacks und verwende auch Keywords im Namen. Das erstaunliche: kein Webmaster oder Blogbetreiber hat etwas dagegen. Natürlich nur, solange der Kommentar sinnvoll ist.

    Als ich aufgrund einer Firmenneugründung beschlossen habe, ein Blog über Internetmarketing ins Leben zu rufen, wollte ich mir die Szene zuerst einmal anschauen.

    Gut, dass ich das gemacht habe. Wäre ich doch sonst mit Sicherheit als Spammer verschrien. Alles was mit SEO (und wenn auch nur am Rande) zu tun hat, macht als Blogger keinen Spaß!

    Diese Branche ist so asozial (im Wortsinn) und berechnend, dass man sich als Blogger unweigerlich sagt: “dann eben nicht.”. Alle predigen den sozialen Gedanken und die Linkliebe. Und alle finden es gut. Nur nicht wenn es ans eigene Blog geht ;-) .

    Wie oft habe ich schon die Frage gestellt, was es bringen soll, keine Keywords als Namen zuzulassen. Natürlich nur, wenn der Kommentar dazu wirklich sinnvoll ist. Eine Antwort darauf konnte mir noch keiner geben.

    Klar, es macht sich ja auch nicht so gut, wenn man schreiben würde: “Hey, Sorry. Deinen Content nehme ich gerne aber den Link-Juice behalte ich lieber für mich”. Da werden lieber Begründungen wie Spamschutz angeführt.

    Dass dieser Linkgeiz totaler Unsinn ist, sieht man beispielsweise sehr gut an Peers Blog selbständig-im-netz.de Da bekommt der Begriff “Peer to Peer” eine ganz neue Bedeutung :D

    Trotz follow Links und light Keywords als Namen erreicht das Blog satte Zugriffszahlen jenseits der 60k Marke im Monat. Über seine Rankings muss man sich auch nicht unterhalten. Jeder mit einer halbwegs vernünftigen SEO Software kann das selbst nachprüfen. Und – oh Wunder – das alles ohne Linkgeiz.

    Vielleicht liegt es daran, dass Peers Blog genau das wiederspiegelt, was Google von einer Website erwartet? Einfach guter Content und eine Menge Leute, die darauf verlinken. Und vielleicht weiß Google auch, dass außer SEOs keiner auf nofollow und follow achtet? Wäre doch möglich oder?

    Dieser Kommentar ist übrigens keineswegs von Frustration getragen. Im Gegenteil, es gibt eine Menge erfreuliche Ausnahmen, für die man sich gerne die Mühe macht, einen etwas ausführlicheren Kommentar zu verfassen.

    Nichts für ungut aber das wollte ich sowieso mal loswerden. Eigentlich als eigenen Beitrag im Blog aber jetzt steht es eben in verkürzter Form hier.

    :-)

  4. Lars sagt:

    Wow Webwork,
    das ist Mal ein Kommentar :D Danke für deine Offenheit, damit hätte ich jetzt nicht gerechnet (Also ein Kommentar von diesem Umfang).

    Ich denke wovon Peer eindeutig profitiert ist, dass jeder Kommentar User Generated Content darstellt und er somit ziemlich viel Content durch seine Kommentare produizert, was wiederum dem jeweiligen Artikel zu Gute kommt. Was den Linkgeiz bei einigen SEO-Blogs angeht, es gibt halt Diese und Jene, aber das ist doch in allen Branchen und Nischen so. Was Google angeht und die Thematik des nofollow Attributs, ich denke man sollte da nun wirklich nicht soviel Wert drauf legen, schließlich macht man Seiten ja für Nutzer und nicht für Suchmaschinen ;)

  5. webwork sagt:

    Hehe danke :D . Der Umfang ist durchaus normal. Es stimmt schon. Ich kommentiere wenig. Dafür aber dann gerne auch mal ausführlicher. Und wenn man schon so nett eingeladen wird, dann sollte man auch ein wenig was dazu schreiben.

    Es ist richtig, man macht Seiten für Nutzer, nicht für Sumas. Allerdings wissen wir auch, dass die Nutzer erst kommen, wenn die Sumas sie zu uns lenken.

    Sicherlich haben sich die Zugriffsquellen durch die social medias etwas verschoben. Aber der Großteil kommt halt immer noch über Sumas und dazu brauchts Links.

    Ob es “diese und jene” wirklich in anderen Branchen und Nischen gibt, wage ich zu bezweifeln. Erst wenn jemand sich mit SEO beschäftigt, fängt er überhaupt an, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen.

    Fazit: SEO ist böse :D

  6. Christian sagt:

    Schöner Artikel. Ist der Blog noch jung, sind Kommentare meist leider selten. Doch nach der Zeit werden die Kommentare mehr und mehr. Eigentlich ist alles schon gesagt und dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Toller Artikel.

  7. Patrick sagt:

    So nun endlich habe ich auch den richtigen Artikel gefunden. Peinlich, erst den falschen Blog zu besuchen. Aber nungut, ich hab auch diese Hürde gemeistert.

    Sehr schöner Artikel, der doch jedem von uns aus der Seele spricht, nicht wahr (oder doch nichtwahr)? Ich merk es an meinem Blog auch. Anfangs kamen keine Kommentare, da hab ich auch sehr schnell die Lust am Bloggen verloren. Wenn dann mal ein Feedback kam, dann über Facebook. Twitter war für mich anfangs eher weniger das Thema. ABER, ich habe weitergemacht und sehe an meinen Zahlen, dass es Tag für Tag besser wird und meine Besucher auch anfangen zu kommentieren.
    Warum es schön ist Kommentare unter dem eigenen Blogposts zu lesen, muss ich ja nicht weiter erläutern, dein Artikel hat es bereits sehr gut zum Ausdruck gemacht.
    Aber dennoch würde ich gern mehr Kommentare haben, aber ich denke, wenn ich so weitermache, wie ich meinen Blog derzeit führe, dann kommt das von allein. Kommentare kommen jedoch nicht von allein, wenn man selbst nichts am Blog macht, sondern nur darauf hofft, dass es schon irgendwie gehen wird.

    Noch etwas anderes.
    @webwork meinte ja, dass er sich in anderen Blog gern mit einem Keyword als Namen einträgt.

    Ich denke, dass es davon abhängt, auf welchen Blogs man kommentiert. Damit meine ich nicht, ob der Blogbetreiber es mag oder nicht, sondern vielmehr, ob man bei jemandem kommentiert, mit dem man Kontakt hält. Ich finde es schöner, wenn man in einer Diskussion den Gegenüber beim Namen ansprechen kann und nicht etwa zum Keyword XY und MNO spricht. Das macht vielleicht auf einem Blog sinn, wo man mal eben nur seinen Senf abgibt. Auf Blogs, auf denen man des Öfteren verkehrt, sollte man seinen Namen angeben.
    Das ist jetzt lediglich meine Meinung, aber ich finde, diese Netiquette sollte gepflegt und auch eingehalten werden.

    Liebe Grüße
    Patrick

  8. Horst sagt:

    Inhaltlich lesenswerter Artikel, aber auch die bisherigen Kommentare!
    Gerade als Blog-Beginner (so wie ich) fragt man sich oft woran es liegt das kaum bis keine Kommentare zu Beiträgen kommen.

    Macht man was falsch? Liegt es an der Zielgruppe? Habe ich zu wenig Inhalt im Blog? Ist es der falsche Veröffentlichungszeitpunkt? Oder, oder, oder?

    Immer wieder lese ich das man Geduld haben soll, die Kommentare würden sich dann schon einstellen. Nur wie lange soll man Geduld aufbringen? Lässt sich das überhaupt zeitlich einfassen?
    Und was ist wenn man einen ‘Geduld-Stichtag’ gesetzt hat und sich bis dahin die Kommentaranzahl nicht wesentlich verbessert hat? Stellt man dann den Blog ein?

  9. Patrick sagt:

    @Horst

    Meine Erfahrungen haben mir gezeigt, dass die weitverbreitete Meinung über die ‘Geduld’ nicht immer angebracht ist. Wenn niemand den Blog kennt oder nur durch zufall drauf gestoßen ist, verbindet der Besucher damit nichts weiter. Die meisten Menschen kommentieren auf Blogs, die sie kennen, weil sie sie öfter besuchen, was durchaus auch nachvollziehbar ist. Ich stell mich ja auch nicht zu einer fremden Menschengruppe und fang mit ihnen das Diskutieren an.

    Nachdem ich mich ein bisschen schlau gemacht habe, ist mir das Thema Facebook und Twitter aufgefallen – heute sind beide Kanäle eigentlich nicht mehr wegzudenken. Zu allererst muss man versuchen ein Netzwerk aufzubauen. D.h., man muss in anderen Blogs kommentieren (ehrliche Kommentare, kein Spam), man muss sich auf Twitter geeignete Leser (Follower) suchen. Hat man sich ersteinmal ein Netzwerk aufgebaut, kommen nach und nach Kommentare.

    Der Grund ist sogar ganz einfach:
    Wenn Du auf anderen Blogs viel kommentierst, dann werden andere Kommentatoren früher oder später auf dich aufmerksam. Wenn deine Kommentare nicht zur Eigenwerbung angedacht sind, sondern wirklich etwas mit dem Thema der Seite zu tun haben, dann werden andere Besucher schneller auf Dich aufmerksam. Der wichtigste Punkt heißt hier also: Qualität. Aber bloß nicht übertreiben ;-)

    Liebe Grüße

  10. Sylvi sagt:

    Als ich mit meinem Blog anfing, da habe ich die Kommentarfunktion eher als eine Art “Gästebuch” gesehen und bin daher gar nicht richtig auf die Kommentare meiner Leser eingegangen. Mittlerweile macht mir der Kommentaraustausch genauso viel Spaß wie das Schreiben von Beiträgen und es tut mir jetzt leid, nicht auf die ersten Kommentare auf meinem Blog eingegangen zu sein.
    Im Grunde ist es doch ein wachsender Prozess. Nach und nach lerne ich immer mehr Blogs kennen, die ich gerne regelmäßig lese. Da ergibt es sich schon mal ganz automatisch, dass ich auch etwas zu einem Beitrag schreiben möchte. Anfangs war vielleicht noch eine Hemmschwelle vorhanden, aber das hat sich schnell gelegt.
    Der schöne Nebeneffekt des Kommentierens ist, dass auch andere Leser, die sich noch Benachrichtigungen per E-Mail übersenden lassen, früher oder später auch auf meinen Blog aufmerksam werden und schon habe ich neue Leser und vielleicht auch neue Kommentatoren gewonnen.
    Meinen Blog hab ich vor über einem Jahr begonnen und jetzt erst merke ich, dass ich öfter Besucher habe und auch ein Feedback bekomme. Mag aber auch daran liegen, dass ich erst in letzter Zeit mich intensiver mit ihm befasse.
    Also Fazit für mich persönlich ist: kommentiere ich – gerade als Newbie – selber nirgends, kann ich auch nicht erwarten, dass sich jemand auf meinem Blog äußert.

  11. Seba sagt:

    Servus Lars,

    schönes Schlusswort. Man kann frei seine Meinung publizieren, andere daran teilhaben lassen, fremde Meinung zu dem Thema hören und sogar sinnhafte Diskussionen führen. … oder auch nicht… ;)

    Cya
    Seba

  12. Daniel sagt:

    Sehr aufschlussreicher Artikel. Sinnvolle Diskussionen sind das beste in einem Blog.

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