Heute liest und hört man immer wieder von Blogs (Weblogs, eigenen Online-Tagebüchern etc.). Ursprünglich waren Weblogs wirklich als virtuelle Tagebücher gedacht, jedoch ist dieser Trend sehr schnell verflogen. Immerhin kann man per eigenes Weblog auch seine Meinung wunderbar in der Welt verbreiten. Aus dem Tagebuch mutierte schnell ein Meinungs-Medium. Dieses Medium ist heute nicht mehr aus der virtuellen Welt wegzudenken. Jeder kann sich heute ein Weblog anschaffen. Es sind aber ein paar Überlegungen notwendig, um die richtige Entscheidung zu treffen. Aus diesem Grund gibt es zu diesem Thema auch eine Einleitung (Erste Schritte), bevor es direkt an das Installieren und Einrichten eines eigenen Blogs geht.

Habe ich ein Thema für einen eigenen Blog?

Keine Frage ist so bedeutsam beim eigenen Blog wie diese. Wer kein wirklich handfestes Thema hat, braucht auch keinen eigenen Blog einrichten. Abgesehen von den Leuten, die alle News der Welt schreiben wollen und sozusagen keinen Blog, sondern ein kleines Newsportal aufbauen wollen. Hat man ein Thema gefunden, sollte man sich darüber trotzdem tiefgehende Gedanken machen.

Fragebogen Teil 1

  • Interessiere ich mich selbst für das Thema?
  • Kenne ich mich mit der Materie des Themas aus?
  • Gibt es genug Input um damit regelmäßig Inhalte zu veröffentlichen?
  • Habe ich wirklich Lust, den Leuten in der Welt darüber zu berichten?

Vier Fragen die beantwortet werden wollen. Ist eine dieser vier Fragen nicht mit einem ausdrücklichem „Ja“ zu beantworten, ist die Zeit noch nicht reif für einen eigenen Blog. Verloren ist der Gedanke deshalb nicht. Man muss sich aber entweder neu orientieren, oder, wenn das Wissen im gewünschten Bereich noch fehlt, sich dieses erst selbst aneignen. Ganz ohne Kompetenzen in der gewählten Thematik bringt der eigene Blog weder Freude, noch Erfolge.

Fragebogen Teil 2

  • Habe ich Zeit, mindestens 1 Mal pro Woche neuen Inhalt zu veröffentlichen?
  • Habe ich Interesse daran, dies über mehrere Monate, gar Jahre zu machen?
  • Kann ich offen mit fremden Menschen kommunizieren?
  • Bin ich bereit, mich öffentlicher Kritik im Falle von Fehlern zu stellen?

Weitere vier Fragen die man fair sich selbst gegenüber, beantworten sollte. Mit Ja oder Nein, ist nicht so sehr entscheidend wie bei den ersten vier Fragen. Schreibt man aber seltener als einmal pro Woche neue Blogbeiträge, darf man nicht mit hohen Leserzahlen rechnen, außer man hat bereits einen Namen (guten Ruf / gutes Image) im Netz und viele Bekannte.

Will und kann ich finanzielle Investitionen tätigen?

100 Euro pro Jahr, dies ist eine Summe, die man pauschal ansetzen kann, wenn man einen eigenen Blog im Internet halbwegs vernünftig betreiben möchte. Vernünftiger Webspace (Online-Speicherplatz) und eine eigene Domain (Internetadresse) sind in diesen 100 Euro finanzierbar. Es macht eindeutig den besseren Eindruck, mit einer eigenen Domain im Netz vertreten zu sein. Außerdem kann man, wenn man einen eigenen Blog besitzt und diesen auf einer eigenen Domain laufen hat, das Projekt auch durch Werbeanzeigen wie Google AdSense oder Partnerprogramme wieder refinanzieren. Mit der Refinanzierung ist aber besser mindestens 6 Monate zu warten, damit die Leser nicht denken man wolle nur Beiträge schreiben um Geld zu verdienen. Zu diesem Thema aber in einem anderen Beitrag mehr.

Ohne Eigenkapital starten

Startet man ohne Eigenkapital, muss man einen kostenlosen Blog starten. Diese kostenlosen Blogs gibt’s bei einem Bloghoster. Welchen Bloghoster man nutzt, muss man selbst entscheiden. Wir haben aber bereits eine kleine Übersicht mit guten Angeboten. Siehe dazu: Bloghoster für kostenlose Blogs.

Entscheidet man sich für einen kostenlosen Blog vom Bloghoster, muss man das Angebot genau prüfen. Dabei sind besonders die folgenden Punkte zu prüfen.

Checkliste Bloghoster

  • Hat der Bloghoster einen guten Ruf?
  • Ist der Blog dauerhaft kostenlos?
  • Kann man das Design anpassen?
  • Kann man eigene Designs installieren?
  • Wird Werbung von Dritten angezeigt? Wenn Ja, wie viel und wo?
  • Kann ich meine Inhalte später exportieren und im eigenen Blog benutzen?

Jeder Blogger hat eigene Bedürfnisse, die Checkliste stellt keine Kriterien dar, die zum absoluten Ausschluss führen müssen. Doch kann man seine Inhalte später nicht beim Bloghoster exportieren, um diese dann in einem eigenen, kostenpflichten Blog zu importieren, dann sollte man sich das genau überlegen. Ebenfalls überlegen sollte man, wenn Layerwerbung eingeblendet wird. Das ist die Werbung, die über den Bildschirm fliegt und irgendwann stoppt um geklickt zu werden. Das nervt Besucher und sorgt im Endeffekt dafür, dass man Leser verliert. Für das Vertrauen ist es auch nicht gut.

Die richtige Blogsoftware

Angebote für Blogsoftware gibt es einige, doch die Mehrheit der Blogger in Deutschland setzt auf die Blogsoftware WordPress. Mit WordPress lassen sich Blogs in wenigen Minuten installieren und man braucht dazu auch keine großen Kenntnisse. Was man benötigt, ist die eigene Domain und der Webspace mit Datenbank (in der Regel MySQL) und PHP4 oder PHP5. Empfehlenswert ist PHP5, denn es ist neuer und WordPress kommt damit sehr gut klar. Diese Anforderungen gelten für jede gute Blogsoftware. Alle Angebote für Blogsoftware gibt es hier: Auswahl an Blogsoftware.

Um die weiteren technischen Schritte zu diesem Thema Schritt für Schritt ausführen zu können, ist es notwendig sich für WordPress zu entscheiden. Abseits der Technik kann man selbstverständlich auch jede andere Software mit den folgenden Teilen dieser Artikel-Serie / Anleitung verbinden.

Abschluss

Für den eigenen Blog bedarf es wirklich nicht viel technisches Verständnis. Die Schwierigkeit beim Bloggen betrifft einen selbst, denn man braucht jede Menge Motivation, zahlreiche Ideen und viel Geduld. Aber all dies werden die kommenden Beiträge zum Thema „Eigenen Blog erstellen“ dann, zeigen. Technik, wissenswerte Basics und Tipps für den erfolgreichen Start mit dem neuen Blog.

Nachfolgende Teile