Thema der Woche: Gastautoren / Gastbeiträge

Verfasst von eisy am 12. Apr 2010 | 1 Kommentar

GastbeiträgeEs ist kein Verbrechen, mal keine Ideen für neue Artikel zu haben oder einfach keinen Antrieb zu besitzen, die Ideen die noch auf dem Papier stehen, in die virtuellen Wissenskanäle zu übertragen. Tiefen und Höhen auf ein sich ausgleichendes Maß zu bringen muss man lernen. Schreibt man viele Beiträge, sollte man diese speichern und durchdacht veröffentlichen, statt alles direkt in die Welt zu schreiben. Denn an schwächeren Tagen kann man auf die fertigen Beiträge zugreifen und diese publizieren. Klingt logisch und sollte jeder Blogger können. Ich kann es nicht!

Ich veröffentliche Artikel dann, wenn ich sie geschrieben habe. Nur hier in Blogszene.com halte ich mich damit zurück, weil Andreas mir sonst den Kopf abreist – Recht hat er ja! (Anmerkung von Andreas: Ich leg dich gleich übers Knie!) Schwache Tage sitze ich lieber aus, brüte an Ideen für die nächsten Artikel und stöbere ein Print-Magazin nach dem anderen durch.

Gastbeiträge / Gastautoren

Nicht jeder Blogger sitzt die schwachen Zeiten aus. Gastbeiträge sind beliebte Mittel um Flauten zu überbrücken. Man schreibt selbst kein Wort, hat aber stets neuen Inhalt zur Verfügung. Plausibel und korrekt, oder einfach clever und dreist? Unser Thema der Woche für die Blogszene sind die Gastbeiträge und die Gastautoren.

Auf gar keinen Fall finde ich Gastbeiträge schlimm. Wenn ein Blogger andere Schreiber(innen) findet, die thematisch passendes Wissen mitbringen und gern Gastbeiträge schreiben, warum dann nicht. Der Leser wird sich freuen und muss Pausen nicht absitzen. Leider sind viele Gastbeiträge oftmals aber aus Sicht der Schreiber nur Werbung für sich selbst. Oft nicht mal gute Werbung, sondern Werbung innerhalb von Basics die tausendfach besprochen wurden. Kein Zweifel, es gibt auch gute Gastbeiträge und Autoren die viel Wert darauf legen, besonders bei Gastbeiträgen neue Informationen zu liefern.

Wie oft sollten Gastbeiträge erscheinen?

Ich persönlich halte 5% für akzeptabel. Das ist eine Anzahl die kann ich akzeptieren ohne zu vergessen wem das Weblog eigentlich gehört. Anmerken muss ich dabei, dass bei den 5% keine Urlaubszeiten dabei sind. Befindet sich ein Blogger im Urlaub – was generell strengstens verboten ist :-) – so freut es die Leser natürlich, wenn wenigstens jeden zweiten Tag ein neuer Beitrag erscheint. Sind das alles Gastbeiträge die zum Thema passen, stört es bestimmt niemanden. Generell gilt: Ausprobieren und lernen!

Was bringen Gastbeiträge?

Für den Blogger der den Gastbeitrag bekommt, bringt es natürlich Inhalt / Content und hoffentlich viele Kommentare. Viel interessanter ist es aber für den Gastautor. Gastautoren bekommen neben dem meist angenehm positionierten Backlink, auch viel Aufmerksamkeit. Gute Beiträge bringen die gute Aufmerksamkeit und pflegen – Vorsicht, mein Unwort 2010 – die „Reputation“. Die anderen Beiträge wandeln die Aufmerksamkeit um. Weil bei vielen der Backlink nicht zur Nebensache, sondern zum Ziel gehört, fällt oft der Gastbeitrag auch entsprechend ernüchternd aus.

Wie findet man Gastautoren?

Weblogs die viele Leser haben und bei bestimmten Themen zu den führenden Weblogs gehören, bekommen manchmal freiwillige Anfragen von anderen Bloggern. Eine Unterseite mit ein paar Inforationen für Gastautoren ist aber eine weitere Hilfe bei der Suche. Auf solchen Unterseiten wo man Gastautoren sucht, sollte man unbedingt klarstellen ob es einen finanziellen Ausgleich gibt oder nicht. Gute Gastartikel bekommt man wirklich fast nur gegen finanzielle Leistungen. Das ist nichts Schlimmes, sondern ganz normale Wirtschaft wie sie in allen Medien zu finden ist. Ein Honorar ist also normal. Gratis Gastautoren sind aber in Weblogs auch häufig zu treffen. Das Leid mit der Werbelast ist nicht selten inbegriffen.

Verschiedene Portale bieten die Möglichkeit nach Gastautoren zu suchen. Speziell für Blogger ist da die Jobbörse „Bloggerjobs“ eine sehr gute Anlaufstelle. Angebote bekommt man in der Regel genug, aber man muss unbedingt aussortieren. Will man nicht zu viele Angebote und nicht dauerhaft nach Gastautoren suchen, sollte man es über Social-Networks versuchen. Eine Botschaft auf der eigenen Fansite von Facebook oder einen Tweet im Twitter-Kanal abschicken und schauen was für Interessenten sich melden.

Tabus bei Gastbeiträgen

Verkaufte Artikel sind keine Gastbeiträge. Schon öfters lief mir der eine oder andere Weblog über den Weg, der Backlinks in seinen Beiträgen über Teliad etc. vermietet und im Weblog plötzlich den gebuchten Beitrag als Gastbeitrag darstellt. Solche Scherze sollte man mit seinen Lesern nicht machen. Es fällt immer irgendwann auf und die Folgen sind ganz unterschiedlicher Natur. Entweder man hat einen Gastbeitrag, oder man hat keinen Gastbeitrag. Werbebeiträge sind außerdem auch keine Gastbeiträge, dazu zählen beispielsweise alle Beiträge die über Trigami geschrieben werden oder eben außerhalb und ohne Kennzeichnung Dritter verfasst werden, aber verkauft sind.

Autoren die Gastbeiträge schreiben nur um Backlinks zu bekommen, sollten ihre Gedanken unbedingt neu sortieren. Die Qualität der Beiträge leidet unter solchen Maßnahmen, da man als Leser natürlich merkt ob hier für den Leser oder für den Link geschrieben wurde.

Kennzeichnung von Gastbeiträgen

Generell sollte man Gastbeiträge erst am Ende des Artikels kennzeichnen. Man kann einen Absatz für den Gastautor reservieren. Darin schreibt man Informationen über den Autor, stellt seine Website vor und nennt eventuell vorhandene Dienstleistungen und Erfahrungen. Man macht sowas deshalb am Ende vom Beitrag, damit Leser erst den Artikel lesen, dann die Informationen über den Autor wahrnehmen und dann ein Urteil bilden. Schmeckt einem Leser die eine oder andere Information über den Autor nicht, so geht der Leser mit einer ganz anderen Meinung an den Beitrag heran. Damit wird auch das Urteil verfälscht. Daher immer erst den Artikel, kein Wort über den Gast erwähnen und am Ende die Katz aus dem Sack lassen.

Ende gut, alles gut

Das Thema der Woche umfasst neben meiner Meinung auch grundlegende Informationen für und rund um Gastautoren und Gastbeiträge. Andreas und ich wünschen Euch eine angenehme Woche und freuen uns auf eine Diskussion mit Euren Meinungen zum Thema der Woche: Gastautoren / Gastbeiträge. Gern könnt ihr natürlich auch im eigenen Weblog darüber schreiben und uns einen Trackback etc. schicken. Wir listen die Beiträge natürlich dann bei uns im Artikel mit auf. Nun, haut in die Tasten, wir freuen uns!

Eine angenehme Woche Euch

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Dies ist nur ein GravatarAutor: eisy

Dieser Beitrag wurde von eisy verfasst. Er bloggt unter anderem auf eisy.eu und eisy.net. In der Vergangenheit erschien von ihm bereits ein Artikel im Print-Magazin webselling. Das Business-Trendmagazin iBusiness zeigt sich regelmäßig an der Meinung von eisy zu Themen wie Online-Marketing, speziell zu Affiliate-Marketing, interessiert.

  • Website: http://www.eisy.eu

1 Kommentar

  1. Mario Hieber sagt:

    Ich finde Gastbeiträge toll – lese gerne Themen die oft über den Themenbereich des Blogautors hinaus gehen und häufig auch andere Sichtweisen aufzeigen… die 5% finde ich angemessen – immerhin soll doch klar erkennbar sein wer in einem Blog schreibt und das Bild nicht verzerrt werden.

    Fazit: bei entsprechender Qualität (die sowieso gegeben sein muss wenn man fremde Beiträge veröffentlicht) sind Gastartikel eine tolle Bereicherung für jeden Blog. Werde in diese Richtung in Zukunft auch mehr machen!

    Liebe Grüße, Mario Hieber

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