Live Statistiken mit Woopra

Verfasst von Andreas am 13. Jul 2010 | 6 Kommentare

Jungfrauen haben es schwer. Ein Leben lang sind sie mit einem Saublöden Sternzeichen gekennzeichnet und werden deswegen ständig mit doofen Sprüchen gelangweilt oder werden irgendwelchen Terroristen im Paradies versprochen (uns fragt da natürlich niemand nach unserer Meinung). Außerdem sollen Jungfrauen einen Hang zum Analysieren haben. Letzteres ist bei mir der Fall weswegen ich mir mal Woopra angeschaut habe. Vielleicht eine Alternative zu Google Analytics?

Woopra und WordPress

Woopra

Woopra bietet allen interessierten WordPress Blogger ein passendenes Plug-in an, womit sich der Statistik Dienst spielend einfach in den Blog integrieren lässt. Um das ganze auch wirklich zum laufen zu bekommen, muss man sich allerdings registrieren und den erforderlichen API Schlüssel noch eintragen. Die Einstellungen sind recht minimal gehalten und somit schnell erledigt. Woopra ist in der Basic Version kostenlos und besitzt dementsprechend einen etwas eingeschränkteren Umfang als die kostenpflichtigen Pakete, dessen Preisgestaltung recht Fair sind. In der kostenlosen Basic Version werden maximal 30.000 Pageviews gezählt, danach ist Schluss. Für Trafficstarke Blogs sicherlich ein KO Kriterium, ausprobieren sollte man Woopra vielleicht dennoch mal.

Statistiken und Analysen

Woopra Web Analytics

Ich nehme es gleich mal vorweg, Woopra hat mich wirklich beeindruckt. Nicht nur vom Funktionsumfang sondern auch von der Genauigkeit der Analyse. Das reicht schon ganz nah an Google Analytics heran. Bots werden beispielsweise fast immer sauber heraus gefiltert und verfälschen somit nicht die Statistiken. Das ist bei mir schon ein ganz dicker Pluspunkt und dies beherrscht noch lange nicht jedes Tracking Tool. Das Echtzeit Tracking lässt kaum etwas aus, hier erfährt man sehr schnell alles über seine Besucher. Das geht sogar so weit, das man erfahren kann, aus welcher Stadt der Besucher stammt. Die IP Adressen werden auch nach allen Regeln der Kunst auseinander genommen. Ob Internet Provider oder Firmen Anschluss, hier wird alles fein säuberlich analysiert. Ist natürlich schon etwas fraglich ob man das nun tatsächlich braucht (für Lokale SEO Projekte sind die Stadtangaben Pflicht) und der ein oder andere Leser dürfte hier verständlicherweise etwas zusammenzucken. Woopra hat aber die Datenschutzanforderungen augenscheinlich etwas besser gelöst als Google Analytics. Die eigentliche IP Adresse, wird nämlich überhaupt nicht in den Statistiken angezeigt sondern nur die Informationen dazu. Zumindest konnte ich selbst nach intensiven Suchen keine IP Adressen ausfindig machen.

Natürlich bietet Woopra fast alles was auch Google Analytics hat. Ob Absprungrate, Besuchszeit oder Pageviews, alles ist selbst in der Basic Version vorhanden. Viele Daten und Werte lassen sich auch direkt im Dashboard von WordPress abrufen, für detaillierte Auswertungen ist aber das externe Backend von Woopra vorzuziehen. So toll Woopra auch ist, an die ausgesprochen guten Filterfunktionen von Google Anayltics kommt es meiner Meinung nach, nicht heran.

Fazit

Woopra kann auf so ziemlicher jeder Seite oder Blog eingesetzt werden. Wer nicht unbedingt Google Analytics verwenden möchte, aus welchen Gründen auch immer, findet mit Woopra eine interessante Alternative. Besonders für kleine und Mittelgroße Projekte von Affiliates und SEOs die aus paranoiden speziellen Gründen nicht Analytics einsetzen wollen, sollten sich Woopra mal genauer anschauen. Wer viele Nischen Seiten oder Blogs mit weniger als 30.000 Pageviews im Monat hat, kann hier eigentlich bedenkenlos zugreifen. Ansonsten dürfte sich vielleicht auch eine der kostenpflichtigen Varianten anbieten. Letztere werde ich sicherlich demnächst mal ausprobieren und darüber berichten.

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Dieser Beitrag wurde von Andreas verfasst. Aktuell schreibt Andreas auch auf seinem Blog webseiten-labor.de, zudem war er Betreiber von wp-zone.de, den er zugunsten einer Zusammenarbeit mit Blogszene eingestellt hat.

  • Website: http://www.webseiten-labor.de

6 Kommentare

  1. Christian sagt:

    Ich glaube ich habe bei eisy im Forum die Alternative Piwik entdeckt. Die ist auch ziemlich gut. Bietet reichlich übersicht und man kann diese vor allen Dingen auch auf den eigenen Server installieren, sodass man die Daten nicht an Dritte weiter geben muss.

  2. Tim G. sagt:

    Ja, das Jungfrauen-Problem kenne ich auch; bei mir ist es allerdings so, dass ein Elternteil Jungfrau ist. ;-)

    Ich habe für mich bei meinem neuen Blog-Projekt ebenfalls für Piwik entschieden, weil es eben den Vorteil hat, dass es kein externer Dienst ist und man selbst bestimmen kann, welche Daten gespeichert werden und was damit passiert. Auch ein passendes WordPress-Plugin ist dafür vorhanden.

    Ich bin der Meinung, wer die Möglichkeit hat, die Statistiken auf dem eigenen Server zu führen, sollte dies tun.

    Woopra hatte ich mir auch mal angeschaut (aber nicht getestet) und denke, dass es auf jeden Fall eine Alternative zu google-Analytics sein kann.

  3. Markus sagt:

    Was Datenschutz angeht nehmen sich Woopra und GA nichts. Bei beiden werden die Daten einschließlich IP Adresse auf Drittservern gespeichert. Ich denke sogar das Google da inzwischen weiter ist, da man die IP Adresse verschleiern kann. Ob und wie das bei Woopra ist kann ich nicht sagen. Es gibt auch für Woopra so Datenschutz Vorlagen wie für GA die man sich ins Impressum/Datenschutz nehmen sollte.

  4. Jannick sagt:

    Vielen dank für dieses Informationsgeschenk. Ein sehr interessantes Analytics System für mich, da ich ein Mensch bin der gerne immer alles live und sofort sehen will und ich nicht für jeden kleinen Blog gleich Etracker zu Rate ziehen will.
    Achja: Da ich persönlich eine Weile brauchte um auf der Seite zu finden was das Ganze dann erweitert kosten würde und es vllt noch andere interessiert hier der Link dazu:
    http://www.woopra.com/plans/

  5. Kätzchen sagt:

    Ich, als Jungfraugeborene, sage einfach, daß ich Skorpion bin. Auf diese Weise halte ich mir dummes Gerede vom Hals.

  6. Patrick sagt:

    Das ist so ungefähr der erste Blog, der einen Artikel über Woopra schreibt. Ich muss sagen, das gefällt mir. Ich nutze Woopra jetzt schon seit der beta2 Version und bin auf diese Weise auf an die Vorzüge eines kostenlosen Premium-Accounts gekommen. Habe alle Versionen durchgetestet.

    Bin mit dem statistischen Material sehr zurfrieden. Ich bekomme sogar mehr Informationen, als ich eigentlich benötige. So sind mir Infos bezüglich der Herkunft ziemlich egal. Interessant ist es zu beobachten, wie oft einige der Besucher schon da waren, wie lange sie in der Regel bleiben und wie viel Zeit sie insgesamt schon auf meiner Seite verbracht haben. (Keine Sorge! Ich schau nur ganz selten mal nach und auch nur dann, wenn jemand gerade auf der Seite ist. Da mir diese Infos sehr egal sind.)

    Viel wichtiger finde ich, dass ich auf Woopra umfangreiche Grafiken zu Keywords, Links, Sources usw. erhalte und auf diese Weise kaum andere Tools für eine Analyse benötige, zumindestens für meine Verhältnisse. Kann es daher nur empfehlen!

    Liebe Grüße
    Patrick

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