Mind Maps für Blogbeiträge

Verfasst von eisy am 29. Jun 2010 | 18 Kommentare

Vermutlich hat jeder Blogger mitten im Text schon mal den Faden verloren. Vielleicht dauerte es dann sogar mehrere Minuten bis man sich wieder mit dem Thema anfreundete und die Schreibarbeit fortsetzen konnte. Ich zumindest kenne das Problem, habe öfters kleinere Aussetzer beim Schreiben. Meistens passiert mir dies aber durch Ablenkung Dritter. Für solche Fälle habe ich das Mind Mapping entdeckt. Den Faden verliere ich nicht mehr, denn gezogen wird er bereits vor dem ersten Wort.

Was sind Mind Maps?

Der Begriff „Mind Map“ steht für „Gehirn-Karte“ oder eben „Gedanken-Karte“ und mit den sogenannten Mind-Maps sind die oft gesehenen, in Strahlen strukturierten Pläne / Karten gemeint, die gern bei Projektarbeiten im Team, aber auch durch einzelne Personen eingesetzt werden. So eine Mind Map dient also der Orientierung und damit der Planung und Prozess-Optimierung. Obgleich man nur einen Text verfassen möchte oder ein Vortrag fürs Meeting am Freitag plant. Mehr zu Mind Maps auch im Wikipedia-Eintrag dazu.

mindmap

Meine Vorteile

Durch die Mind Map habe ich wie bereits erwähnt, den Faden bereits gezogen bevor ich das eigentliche Schreiben beginne. Schnappe ich eine Idee bzw. ein Thema auf Twitter, Facebook oder in einem anderen Weblog auf, schreibe ich mir das Thema als Hauptbereich in meine Mind-Map. Im Anschluss beginne ich meine Ideen dazu, an diversen Strahlen (Linien) innerhalb der Mind-Map fortzusetzen. Ich stelle eine weitere Recherche an, lasse mich durch neue Meinungen und Sachverhalte inspirieren. Alles was ich beim jeweiligen Punkt finde, trage ich an dieser Stelle in die Mind Map ein. Die Struktur der Map wird immer größer und es empfiehlt sich die Punkte zu nummerieren.

Meine ich fertig zu sein, setze ich mich an die Mind Map, öffne parallel eine neue Map und füge die Schritte in optimierter Ordnung in eine neue Map ein. Ich könnte mir auch die alte Map bearbeiten, Punkte löschen, umbenennen oder verschieben. Doch bei größeren Maps kommt das schnell zum Durcheinander und man ist mit einer neuen Map besser bedient.

Einfach schreiben

Jetzt brauche ich nur die Mind Map ausdrucken oder auf den zweiten Bildschirm legen. Dann beginnt die Arbeit – das tippen. Da ich bereits eine saubere Gliederung besitze und alle Bereiche des Blogbeitrags geplant sind, brauche ich nur den Inhalt im Kopf durchgehen und aufschreiben. Sämtliche Gedanken ob der Absatz jetzt an diese Stelle passt, oder lieber erst vor dem Abschluss kommen sollte, fallen weg. Ich muss keine eventuellen Links mehr suchen die ich setzen kann – man schreibt befreit.

Software

Diverse Software fürs Mind Mapping ist im Netz verfügbar. Ich kann euch zwei unterschiedliche Angebote empfehlen. Für viele wird die kostenlose Software (Vollversion) „FreeMind“ sehr interessant sein. Diese wird auf dem eigenen PC / Mac installiert und dann geht es auch schon los. Eine kostenpflichtige Alternative ist Mindmeister.com mit unterschiedlichen Versionen. U.a. auch eine kleine kostenfreie Version. Mindmeister ist etwas bequemer in der Handhabung und kann durch die Online-Version von Überall genutzt werden. Außerdem bietet es Team-Accounts und somit sind Projekte im Team gar kein Problem.

Fazit

Lange habe ich gebraucht bis ich mich fürs Mind Mapping entschieden habe. Ich glaubte nicht wirklich an die Wirkung von Mind Maps, aber durch vieles Testen wurde ich überzeugt. Man prägt sich Themen unwahrscheinlich schnell ein – was an den Strukturen von Mind Maps liegt – und es schreibt sich danach alles sehr einfach. Daran, sein eigenes Wissen in die Blogbeiträge einzubringen, kommt man dennoch nicht vorbei. Probiert bitte mal FreeMind oder eben Mindmeister aus. Vielleicht überzeugt es euch ebenfalls!

Ein wirklich sehr gutes Beispiel für eine hilfreiche Mind Map findet man bei rankingCHECK im Weblog. Dort gibt es die SEO Mind-Map, leider aber ohne .mm-Datei!

Ergänzung & Download

Ich habe die Mind Map für Blogbeiträge mal ergänzt und angepasst. Anbei ein Bild (bei Klick größer) und die Datei um die Mind Map selbst zu ergänzen.

Datei: XMind + FreeMind Datei Download

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Dies ist nur ein GravatarAutor: eisy

Dieser Beitrag wurde von eisy verfasst. Er bloggt unter anderem auf eisy.eu und eisy.net. In der Vergangenheit erschien von ihm bereits ein Artikel im Print-Magazin webselling. Das Business-Trendmagazin iBusiness zeigt sich regelmäßig an der Meinung von eisy zu Themen wie Online-Marketing, speziell zu Affiliate-Marketing, interessiert.

  • Website: http://www.eisy.eu

18 Kommentare

  1. Manchmal sind es einfach die kleinen Dinge, die einem das Leben erleichtern. Vermutlich wird jeder mit dem Problem schon mal gehadert haben.

    Fürs Mindmapping nehme ich xmind, wobei ich denke, im Großen und Ganzen sind die Tools alle recht ähnlich :-)

    Perfekt wäre es übrigens gewesen, wenn die Mindmap im offenen Format zum Download angeboten hättest. Nicht weil so gern schmarotze, sondern weil ich zu faul bin es abzutippen, was aber auch nicht lange dauert ;-)

  2. eisy sagt:

    Ich werde eine Mind Map zu diesem Thema heute Abend mal erstellen bzw. die vorhandene optimieren. Da fehlen ja sämtliche Hinweis-Texte etc. :)

  3. mcarla sagt:

    Das mit der Struktur finde ich sehr wichtig. Früher habe ich häufig drauf losgeschrieben (manchmal mache ich das heute auch noch).
    Heute setze ich mich zunächst hin.
    Ich arbeite so, dass ich mir zunächst ein Stichwort aufschreibe und dann Fragen formuliere, die ich später als Überschriften nutzen kann.
    Deine Ansatz finde ich sehr gut, weil Du so für jeden Beitrag einen kompletten Fahrplan hast.

    Beste Grüße

    Mario

  4. Marcel sagt:

    Hi Eisy,
    danke für die Erwähnung unserer SEO-Mindmap. Habe in unserem Blog jetzt auch die Mindmapping-Dateien als Download zur Verfügung gestellt, soweit hatte ich gar nicht gedacht.
    Persönlich habe ich mit allen 3 Tools (Mindmeister, Freemind & XMind) schon ein wening Erfahrung gesammelt. Finde von der Usability her Xmind am besten, allerdings ist die Team-Funktion von Mindmeister auch ein sehr gutes Feature, wofür es sich dann auch lohnt zu bezahlen.

    Schöne Grüße aus Köln,
    Marcel

  5. eisy sagt:

    Hallo Marcel,

    XMind habe ich gerade mal installiert. Sind sich eigentlich ziemlich ähnlich (wie eigentlich alle), aber von der Usability scheint es wirklich ein paar Vorteile zu haben. Hatte XMind bisher leider völlig vergessen.

    Danke!

  6. eisy sagt:

    Ich habe die Mind Map jetzt oben aktualisiert. Für Leute die keine Software nutzen, habe ich diese als Bild eingebunden. Im Download-Paket befindet sich das Format für XMind und FreeMind. :)

  7. Dankö Sööääään! #scnr ;)

  8. Einige Mindmapping-Programme (z.B. freemind) können auch in OpenOffice-Formate exportieren. Dadurch muß man die Gliederung nicht mehr abschreiben, sondern hat schon ein Gerüst, das man nur noch mit Fließtext füllen muß.
    Xmind kann AFAIK nach .txt exportieren, aber auch nach .html. Letzteres kann ich dann mit OOo öffnen und in ein Textverarbeitungsformat umwandeln.

  9. [...] Sie meine Artikel abonnieren.RSS feed. Vielen Dank für Ihren Besuch!Angeregt durch den Artikel „Mind Maps für Blogbeiträge“ und die zugehörige, sehr ausführliche Mind map von eisy, habe ich mir gedacht, dass ich mal [...]

  10. Lack Robi sagt:

    Die Themen und Inhalte zuerst mit Mindmap zu strukturieren finde ich auch sehr wichtig. Oft kommen einem dann beim Niederschreiben noch ganz interessante, neue Gedanken, die man dann auch noch einfliessen lassen kann, wie von eisy im Beitrag schon erwähnt. Das Ganze bietet eben eine gewisse Flexibilität.

    Als Software benütze ich die einfache, schnelle und Webbasierte Version von http://bubbl.us (keine Installation nötig) und wenn ich unterwegs bin dann benütze ich das App SimpleMindX auf meinem iPhone. Funktioniert alles bestens.

    Guter Beitrag, danke für die Hinweise.

    Grüsse

    Robi

  11. [...] Sie sind hier: Startseite » Lesetipps » Mind Maps für Blogbeiträge von eisy auf blogsezene.com [...]

  12. mcarla sagt:

    Hallo,

    habe mich von deinem Post anregen lassen und eine Artikelserie gestartet, in der ich beschreibe, wie ich Themen für meine Artikel finde, wie ich die Artikel plane, wie verbreite ich die Artikel und als Bonus wie ich aus dem Artikel weitere Formate mache, die ich im Blog und anderswo nutzen, bzw. veröffentlichen kann.
    Hier der Link zum ersten Teil:
    http://tausend-euro-experiment.de/serien/wie-finde-ich-mein-thema-und-informationen-zum-thema

    Beste Grüße

    Mario Carla

  13. eisy sagt:

    Freut mich Mario, aber dann teilst du dies vielleicht auch innerhalb deines Blogs mit? Macht immer einen seltsamen Eindruck wenn man hier auf Blogszene kommt, einen Link abliefert und auf der Gegenseite keiner zu finden ist. ;)

    Ist nicht böse gemeint, nur ein Hinweis dahingehend, dass sowas manchmal komisch ankommt. :)

    Beste Grüße

    eisy

  14. mcarla sagt:

    Hallo eisy,

    das ist ja wohl selbstverständlich und habe ich auch gemacht, wie Du hier unschwer nachlesen kannst….

    http://tausend-euro-experiment.de/allgemein/kennst-du-diese-fuenf-schritte-wie-du-blogbeitraege-erstellen-und-verbreiten-kannst

    Wer lesen kann und schauen, ist klar im Vorteil….
    Ist auch nicht böse gemeint! 8-)

    Beste Grüße

    Mario

  15. JTG_Rhetorik sagt:

    Diverse Mindmap Software habe ich ebenfalls ausprobiert. Dabei habe ich festgestellt, dass ich das per Hand machen muss. So ist es auch dabei geblieben allerdings nutze ich mittlerweile meinen elektronischen Schreibblock – mein Bamboo dazu.

    Die klassische Rhetorik schlägt 6 Schritte vor, um eine Rede zu erstellen und ich denke bei einem Blogbeitrag lohnt es sich ähnlich vorzugehen. Dazu habe ich eine Miniserie gestartet. Der zweite Schritt, die “inventio” – die Stoffsammlung spiegelt sich bei mir auch in einem Mindmap wieder. Welches dann in der Stoffanordnung sortiert wird. Wie oben im Artikel beschrieben, ist es in der Tat sinnvoll strukturiert vorzugehen. Wer mag, die Miniserie beschreibt auch noch weitere Schritte, um einen Blogbeitrag fertigzustellen.
    Finde es sehr interessant, dass “Techniker” sich auch mit dem Entstehen von Texten beschäftigten. In diesem Sinne, intensives Schreiben wünscht Judith Torma

  16. eisy sagt:

    Hi Mario,

    danke, jetzt hast du mich erwischt, aber das ist ja auch gut so :-)

    :D

    Beste Grüße

    eisy

  17. mcarla sagt:

    Hallo eisy,

    keine Ursache… ;-)

    Sonniges Wochenende!

    Beste Grüße

    Mario

  18. Matti sagt:

    Sehr interessante herangehensweise. Wenn ich mal wieder einen längeren Blogbeitrag ausarbeite werde ich deine Mindmap mal anwenden. Allerdings ist meine Zeit zum Bloggen doch oft arg begrenzt und da beschränke ich mich oft auf das wesentliche und schreibe direkt los. Aber für qualiltativ Hochwertige Artikel ist die Mindmap sicherlich nützlich.

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