Suchfunktion in Blogs

Verfasst von eisy am 08. Jan 2010 | 6 Kommentare

Wie häufig denkt man schon über die eigene Suchfunktion im Blog nach? Der Durchschnitt aller Blogger wird wohl nach der Installation einmal die Suchfunktion testen und sie danach nie wieder benutzen. Wundert mich persönlich nicht, denn ich habe es in meinen ersten beiden Jahren als Blogger genau so gemacht. Erst Anfang 2008 habe ich damit begonnen, mir über Suchfunktion in Blogs ein paar mehr Gedanken zu machen. Seit 2009 ist die Suchfunktion sogar eine der wichtigsten Funktionen in meinen Blogs. Bevor ich auf die Suchfunktion verzichte, verzichte ich lieber auf eine Trackback-Funktion. Doch wann und warum ist die Suchfunktion in Blogs so wichtig?

Immer dann, wenn man wissen will, was die eigenen Besucher wissen wollen. Klingt komisch, ist aber in der Tat so. Die Suchfunktion ist für die Leser in einem Blog sehr wichtig. Sie wird nicht von allen genutzt, noch nicht mal von 10 Prozent aller Besucher, aber sie wird genutzt. Wenn man heute wüsste, was die Besucher wissen wollen, könnte man morgen schon darauf reagiert haben. Dann ist zwar der eine Besucher weg, aber die nachfolgenden werden bedient. Mir sind meine Leser nicht egal und daher gehe ich gern auf die Suchanfragen der Leser ein.

Search Meter, so der Name des Plugins, was mir verrät, was Du eben in die Suche der Blogszene eingegeben hast. Ob sachlich, fachlich oder einfach nur pervers, ich werde es erfahren. Kann es aber keinem bestimmten Leser zuordnen, da außer die Suchanfrage nichts gespeichert wird. Search Meter ein Plugin das sofort nach der Installation funktioniert. Keine weiteren Einstellungen, nichts. Man sieht dann stets die Suchanfragen von heute, gestern, den letzten 7 und den letzten 30 Tagen. Außerdem zeigt das Plugin hinter jedem Suchbegriff die Anzahl der Sucheingaben an, sowie die Anzahl der ausgegebenen Ergebnisse. Nicht zu vergessen, auch die 100 und 500 letzten Suchbegriffe können angezeigt werden.

Viel interessanter als das was Besucher finden konnten, sind aber die Dinge, die sie nicht finden konnten. Man kennt das, man betreibt einen Blog zu einem bestimmten Thema über längere Zeit und thematisiert nach bestem Wissen alles von Grundlagen bis Specials durch. Doch irgendwie kommt man nie auf alles, man vergisst immer etwas und das nennt man auch nicht umsonst „Betriebsblindheit“. Alle Suchanfragen die zu keinen Treffern führten, werden vom Search Meter Plugin unterhalb der anderen Ergebnisse erneut angezeigt. Natürlich wieder mit der Anzahl, wie oft der Suchbegriff im gewünschten Zeitraum gesucht wurde.

Nicht alles was nicht gefunden werden kann, sollte nachgeholt werden. Jedoch sollte man aufpassen und kontrollieren welche Begriffe oft gesucht, aber nie gefunden werden. Bei solchen Suchbegriffen sollte man reagieren und als Reaktion darauf gibt es zwei Lösungswege.

# Man schreibt einen Artikel zu dem Suchbegriff. Dies funktioniert dann gut, wenn der Suchbegriff ein eigenes Thema beschreibt oder sogar eine komplette Kombination darstellt. Beispielsweise „Wie bekomme ich mehr Besucher“… das ist eine Kombination (Longtail) die für neue Besucher sorgt, wenn man damit in Google richtig positioniert ist. Viel wichtiger ist aber, dass der Besucher findet wonach er sucht. Das funktioniert nicht immer mit jedem Suchbegriff, denn manche sind einfach zu allgemein, um darüber direkt einen Blogbeitrag zu verfassen.

# Man editiert bestehende Blogbeiträge die thematisch sehr gut mit dem gewünschten Suchbegriffen zusammenpassen und schreibt den Suchbegriff dort mit rein. Ggf. muss man auch noch einen frischen Absatz hinzufügen, um den Zusammenhang korrekt darzustellen. Macht kaum Arbeit, kann aber viel bewirken.

Welche Lösung man nutzt, sollte man spontan von Fall zu Fall entscheiden. Es gibt natürlich auch Begriffe die man gar nicht bedient, weil sie vielleicht überhaupt nicht zur eigenen Website passen. Blogs leben von ihren Besuchern wie jede andere Seite auch. Daher gilt Besucher zu gewinnen und diese mit gewünschten Inhalten zu bedienen. Wer das schaffen will, muss die Bedürfnisse der Besucher kennen, einschätzen und bedienen können.

Das Search Meter Plugin ist gewiss keine Wunderwaffe, aber wie wertvoll dieses kleine Plugin ist, dürft ihr selbst zu schätzen wissen, wenn ihr wollt. Ich empfehle es jedem Blogger der noch keine Lösung für diese Art der Auswertung besitzt.

Plugin-Link: Search Meter Plugin bei WordPress.org

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6 Kommentare

  1. Uwe sagt:

    Sehr schöner Beitrag zu einem Thema, mit dem ich mich auch gerade intensiv beschäftige.
    Das Search Meter Plugin ist auch ganz gut, soch mir juckt an andere Stelle der Zeh.
    Die WordPress-Suche ist leider nicht so ausgereift, da zum Beispiel die Custom Fields nicht durchsucht werden. Auch kann die WP-Suche nur sehr schlecht mit Schreibfehler umgehen.
    Falls jemand einen Tipp hat, wie man die WP Suche durch eine andere ersetzen kann, dann bin ich sehr froh darüber und bedanke mich jetzt schon für einen eventuellen Tipp…

  2. Enrico sagt:

    Danke für den Tipp, habe schon länger überlegt irgendwie die Eingabe in den Suchschlitz auszuwerten.

    Danke.

  3. eisy sagt:

    Damit sprichst du ein wahrhaftes Problem an, Uwe. Wenn man nun „Search Meter Testsuche“ eingibt in die Suche, wird der Beitrag auch nicht angezeigt, nur weil „Testsuche“ nicht darin vorkommt. Aber das wundert mich bei WordPress nicht wirklich. Die schicken ein Update nach dem anderen, aber um die vorhandenen Probleme kümmert man sich nur am Rande und mehr schlecht als recht.

  4. Uwe sagt:

    Genau das ist das Problem. Um etwas zu finden muss ich exakt das eingeben, was im Titel oder im Text steht. Sobald ein Typo drin ist oder ich gebe mehr in die Suche ein, wie das von dir angesprochene Beispiel das ich getestet habe, dann ist die Ausgabe NIX, Null…

    Genau hier suche ich eine Lösung. Wenn man sich aber alle anderen Plugin-Lösungen anschaut, dann erhält man genau das gleiche enttäuschende Ergebnis, auch wenn sie noch so hoch gelobt sind. Schade… Das ist eindeutig ein Manko von WordPress.

  5. Horst sagt:

    Das ist nicht so einfach. Für Shops gibt es da professionelle Lösungen wie Factfinder. Da ist aber eine große Synonym-Datenbank dahinter. Das ist nicht so einfach nachzubilden.
    So schwer es mir fällt, ich tendiere dabei immer mehr dazu, einfach eine Google Custom Search einzubinden. Mit Analytics kann man die theoretisch auch auswerten. Theoretisch, weil es da glaubich doch ein paar Stolpersteine zu umschiffen gibt. Google ist halt alles andere als perfekt.

    Schwer fällt mir das deswegen, weil die Datenbank, die ich benutze, in der Volltextsuche der Konkurrenz um Jahre voraus ist/war. Die TDB hatte Mitte der 90 (damals unter Windows) bereits einen Volltextindex. Das war damals ein absolutes Novum. Bis heute sind die Volltextfunktionen den anderen DBs weit voraus. MySQL ist dagegen echt eine Katastrophe. Das kann man prima nutzen, für spezielle Aufgaben lassen sich rasend schnelle Suchen bauen. Für Intranet-Applikationen ist das eine echt klasse Sache.
    Aber wenn es um Tippfehler und Synonyme geht, hilft es eben auch nichts. Die Vorgabe macht hier Google. Das ist die Qualität, die der Anwender erwartet. Das könnte man schon einigermaßen hinbekommen, aber das bindet zu viel Zeit. Warum dann nicht einfach gleich Google nehmen?

    Was mir schon gefallen würde, wäre eine AJAX-basierte Tag-Suche. Also das man sich Tags zusammenklicken kann und sofort die Treffer sieht. Das dann gerne noch mit einer Freitextsuche kombiniert. Ich benutze intern die Tags für meine Recherchen in meinem Blog ohne Diät so ähnlich. Aber eben noch ohne Oberfläche. Wenn ich mal zu viel Zeit habe, werde ich da mal was basteln.

  6. [...] führen. Ich habe kürzlich einen Beitrag zu einem WordPress-Plugin gelesen. Auf Blogszene wird die Einrichtung von Search-Meter [...]

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