Umso mehr Zeit ich auf Facebook verbringe, desto skurriler kommt mir dieses soziale Netzwerk vor. Schon allein der Gedanke, ein Netzwerk könne sozial sein (wenn der eigentliche Gedanke lediglich darauf abzielt, möglichst viele Informationen aus seinen Nutzern zu saugen, ohne sie vorher zu fragen und diese Informationen auch Dritten zur Verfügung zu stellen) schließt eigentlich den sozialen Aspekt eines Netzwerkes aus. Der Hype um das Massenphänomen Facebook ist für mich zwar verständlich, aber wirklich nachvollziehen lässt es sich für mich nicht. Ich habe eine Vielzahl von „Freunden“ die keine sind! Ich kenne die Leute von Twitter oder aus irgendwelchen Blogs. Die Anzahl wirklicher Freunde auf Facebook geht gegen Null, dennoch verkünde ich dann und wann irgendein subtilen geistig nicht ernstzunehmenden Furz auf meiner Timeline und erhalte dafür auch noch Zuspruch!? Warum? Liegt die Antwort in der Einfachheit des Systems? Facebook ist ein Netzwerk. Ich soll mich also vernetzen, mit möglichst vielen und möglichst viele Informationen von mir preisgeben – Aber wofür? Worin liegt der Mehrwert dieses Netzwerks namens Facebook? Gut, im Falle von Google, bin ich gerne bereit Informationen von meinem Suchverhalten, Standort, etc. der Suchmaschine anzuvertrauen. Denn im Endeffekt garantiert man mir dafür bessere auf mich zugeschnittene Werbung. Ich muss sie ja nicht anklicken, aber es ist nett anzuschauen, was ein Algorithmus für mich als passend erachtet. Aber bei Facebook? Verknüpfe ich eine Anwendung mit meinem Profil, so hat diese im Endeffekt alle Informationen über mich und meine Freunde, welche ja eigentlich nur Web-Bekanntschaften sind. Die Werbeeinblendungen bei Facebook sind selten passend und so unattraktiv, wie ich sie noch selten gesehen habe, dennoch funktionieren sie. Aber braucht Facebook alle meine Daten um mir sinnfreie Werbung anzubieten? Ich denke nicht! (weiterlesen …)




