Immer wieder kommt es vor, das ein Blog aufgegeben wird. Viele stellen sich dann die Frage, was mit dem eingestellten Blog dann passieren soll. Die Frage stellt sich ganz besonders, wenn der Blog monatliche Kosten verursacht die es auch weiterhin zu begleichen gilt. Verkauft man da seinen Blog oder sollte man doch über andere Möglichkeiten nachdenken? Und was ist eigentlich ein Blog Wert und wie ermittelt man diesen?
Tatsächlicher Wert?
Hat man eine eigene TLD (Top Level Domain) mit einer Länderspezifischen Endung wie beispielsweise .DE, so ist dieser Blog in den meisten Fällen für potenzielle Käufer von Interesse. Beim Verkauf eines Blogs zum einem angemessenen Preis, spielen viele Faktoren eine Rolle. Zu nennen wäre da der Page Rank (je höher, je besser), das Alter der Domain und Blog, der vorhandene Content in Form von Artikel, Bilder oder Themes. Erzielt der Blog eventuell noch monatliche Einnahmen, erhöht das den tatsächlichen Wert eines Blogs erheblich. Allerdings sind dreistellige Einnahmen im Monat erst wirklich interessant und auch die Art und Weise, wie diese Einnahmen Zustande kommen (Adsense, Affiliate, Bannerwerbung).Dies treibt den Wert bzw. Preis eines Blogs, schnell in die Höhe.
Verkaufen oder nicht?
Die Frage muss jeder für sich selbst beantworten aber in einigen Fällen kann man eigentlich nur davon abraten, da es sich Finanziell kaum lohnen würde. Wer seinen Blog verkaufen möchte, sollte da auch etwas strategisch denken. Steht beispielsweise in naher Zukunft ein PR Update bevor, sollte man sicherstellen, das sich im Idealfall der PR auch erhöht denn damit steigert sich auch automatisch der Wert vom Blog. Wer in der Vergangenheit gute Artikel geschrieben hat und diese dementsprechend verlinkt wurden, besitzt wahrscheinlich einige Unterseiten mit relativ hohem PR. Hier kommt dann eine weitere Möglichkeit hinzu, der Verkauf von Links im Blog. Dies ist allerdings auch mit einem gewissen Risiko verbunden. Google mag dies nicht und wer erwischt wird, der wird von Google abgestraft, was schlagartig eine erhebliche Wertminderung für den gesamten Blog darstellt.
Auch ich besitze bekannterweise einen Blog, den ich erst kürzlich aufgegeben habe um hier mit eisy dieses Blog Magazin zu betreiben. Ein Verkauf kommt für mich nicht in Frage und Anfragen gab es schon. Linkverkauf ist auch nicht mein Ding. Ich sehe es als Archiv was auch ganz gut über Google zu finden ist und somit einen Nutzen darstellt. Da steckt, wie bei vielen Blogs, Leidenschaft und Arbeit drin und das gebe ich eben dann nicht so einfach her.
Nun wollen wir gerne wissen, wie Ihr zu einem Blog Verkauf steht. Habt Ihr Verständnis für solche Verkäufe oder sagt Ihr, es häuft sich so sehr, das ist nur noch reine Geldmacherei? Falls Ihr Euren Blog verkaufen würdet, wie wichtig ist es Euch, das der Blog in ordentliche Hände gerät? Macht Ihr Euch Gedanken was nach dem Verkauf mit dem Blog passiert? Würdet Ihr doch lieber den Blog behalten und kleine Einnahmen damit erzielen wollen anstatt einen einmaligen hohen Betrag dafür zu erhalten? Auf Eure Meinungen sind wir gespannt.








Ich würde niemandem einen Vorwurf machen der seinen Blog verkauft. Ob es für mich selbst in Frage käme kann ich so ohne weiteres nicht beantworten. Ich denke da müsste die Mischung aus Ablösesumme, neuem Besitzer und geplanter Zukunft stimmen. Es wäre auf jeden Fall wichtig dass der Blog weitergeführt wird.
Ich habe ja auch noch meinen alten Blog in der Hinterhand den ich jedoch auf jeden Fall behalten werde, eben wegen den dauerhaften kleinen Einnahmen.
LG Piet
Mal ehrlich, warum soll ein Blog nicht verkauft werden dürfen, so moralisch betrachtet? Natürlich ist es wohl weniger leicht einen sehr persönlich geprägten Blog an den Mann oder die Frau zu verbringen. Dessen ungeachtet sehe ich jeden Blogbetreiber im Recht, mit seinem Blog zu tun, was er möchte. Dazu gehört auch der Verkauf.
Das kommt aus meiner Sicht darauf an, was es für ein Blog ist. Bei einem persönlichen Blog, wo nur ich selbst schreibe (abgesehen von seltenen Gastbeiträgen), finde ich einen Verkauf unmöglich – als Leser fühle ich mich da “verraten und verkauft”. Man interessiert sich zwar in 1. Linie für die Themen, man schätzt aber auch die Person dahinter, ihre privaten Ansichten, vllt. ihren Schreibstil oder die Art der Recherche etc. Das einfach mal auszutauschen gegen jemand, der in erster Linie mit Geld und nicht mit Persönlichkeit den Blog übernimmt…das funktioniert nicht. Sicher kann daraus auch etwas neues entwickeln, aber dann mit einer anderen Leserschaft, die auch neu aufgebaut werden muss.
Vergleich zur Offline-Welt: Ich habe einen Blumenladen an der Ecke, den ich mit viel Liebe, Geschäftssinn und Kreativität betreibe. Damit hab ich Erfolg und stetig zunehmende Stammkunden. Aus privaten Gründen muss ich aber das Geschäft aufgeben. Ich verkaufe es. Der Käufer und Nachfolger profitiert immer noch von der Toplage an der Ecke, aber er “betreibt” den Laden eben nicht mit so viel Liebe, die Blumen sind anders gebunden, es fehlt die persönliche Begrüßung, wenn ich in den laden komme. Also…geh ich woanders hin.
Habe ich aber eine Filiale von Blume 2000 (sagen wir mal), da arbeiten viele verschiedene Verkäuferinnen, die auch alle nett sind, Laden läuft auch gewinnbringend. Jetzt fusionieren blume 2000 und Fleurop…oft einhergehend mit Mitarbeiteraustausch. Das ändert zwar was, aber nicht viel. Weil die Kunden sich nicht persönlich binden, sondern die Vorteile der Kette suchen, z.B. bessere Öffnungszeiten, riesige Auswahl an Themen, äh Blumen, immer Frühlingsblumen – auch im Winter etc.pp.
Will heißen: größeres Blog mit vielen vielen Autoren – da mag ein Verkauf schicken und ist aus meiner Lesersicht auch akzeptabel. Bei einem kleineren Blog, nee, dem ginge ich bei einem Verkauf als Leser verloren.
Also: als privater Blogbetreiber würde ich einen alten blog weiterlaufen lassen und die kleinen Einnahmen noch mitnehmen. Man kann ja beim nächsten Blogprojekt dann die Erfahrungen aus dem alten Blog “zu Geld machen”.
Meiner Meinung nach muss jeder Blogger selbst entscheiden ob er seinen Blog verkaufen will oder nicht. Generell habe ich nichts dagegen… wobei ich es schon schade finde wenn etablierte Blogs aufgeben und sich neue Autoren in ein gemachtes “Nest” setzen
Ich persönlich würde meinen Blog nicht verkaufen … würde es nur bereuen wenn ich später mal dann doch wieder Lust hätte zu Bloggen und dann von vorne beginnen müsste … da würd ich mir in den A* beissen
Liebe Grüße,
Mario
Das kommt auch ein bisschen auf den Grad der Verbundenheit des Blogs mit dem Autor an. Diese ist oft von Themen vorbestimmt, hängt aber auch vom Schreibstil ab: Bei manchen Themengebieten ist der Autor relativ irrelevant (z.B.: News), bei anderen wird seine Person stärker integriert (z.B.: Essayposts, die Autorenmeinung objektiv erörtern), bei manchen Blogs steht der Autor wiederum nicht hinter den Artikeln, sondern ist essentieller Bestandteil (z.B. Reviews).
Auch kann ein Autor innerhalb der Blogosphäre meiner Meinung nach schon durch feine Einzigartigkeiten ein persönliches Profil schärfen: Wer kennt den Blogger nicht, der jedes Posting mit einem Minuskel beginnt? – Oder die drei Punkte… Über mir.
Für mich spielen diese Dinge eine wichtige Rolle bei der Kosten/Nutzen-Rechnung des Blog-Verkaufs und vor allem bei der Beurteilung, ob das überhaupt funktionieren kann.
Übrigens: Das Kommentarfeld hier ist jämmerlich klein.
Grundsätzlich spricht in meinen Augen nichts gegen einen Verkauf. Bei einem Themenblog fällt die Entscheidung wohl leichter als bei einem persönlichen Blog mit ureigenen Gedanken. Am Ende muss das jeder für sich entscheiden.
Ob ich selbst verkaufen würde weiß ich nicht. 2 Angebote habe ich bisher ausgeschlagen, wobei ich beim letzten offen gesagt schon kurz nachdenken musste. Es ist immer eine Frage des Nutzens. Was bringt mir das Blog finanziell über 1-2 Jahre und in welcher Relation steht der Verkaufspreis dazu? Vor allem sollte man sich im Klaren sein, ob man es später nicht bereuen wird.
Ein gut besuchtes Blog, inkl. treuer Stammleserschaft, baut man ja nicht einfach mal so in einem Monat wieder auf.
Blog verkauf finde ich schon in Ordnung, nur sollte sich keiner hier irgendwelche falsche Vorstellungen über den wahren Wert von sein Blog nachgehen.
Sicherlich ein wirklichen Top Blog mit viel Leser, Backlinks gute PR und viel hochwertigen Content wird sicherlich eine Summe erbringen die im 4 oder gar 5 stelligen Bereich liegen kann.
Viele der vorhandene Blogs würden aber bei ein Verkauf meist nur ein 3 stelligen Betrag bringen – auch wenn dies manche nicht wahrhaben wollen.
In erste Linie ist ein Blog eigentlich nur eine Domain, mit entsprechende Inhalt. Keiner sollte die irrige Meinung nachgehen das sein Blog nach vielleicht 2 Jahren, 300 Artikel, PR 3 und eine angemessene Zahl an Backlinks auf jedenfall 10 000 Euro und mehr bringen müsste bei ein Verkauf.
Auch wenn die Voraussetzungen vielleicht mal vorhanden wären es müsste auch ein Käufer gefunden werden der genügend Geld dafür hat. Würden die Blog verkäufe massenhaft zunehmen könnte es durchaus sein das die Preise gewaltig sinken würde. Schließlich gibt es hier nur ein begrenzten Markt an Käufer.
…eigentlich hat @Tina alles gesagt. Heutzutage dreht sich ehhh alles um Geld, und solange es Deppen gibt, die für “Unsinn anderer” Geld ausgeben, verkauft eure Blogs…nur meinen kriegt ihr NIE !!!
Ich habe einmal einen Blog gehabt, der allgemein über Fernsehen berichtet hat. Weil zu dieser Zeit gerade eine Staffel DSDS und Popstars lief, kamen sehr viele Besucher auf einmal und ich hatte viel Elan, zu Schreiben. Nach Ende der Staffeln sanken die Besucherzahlen, sodass ich mich entschlossen habe, den Blog zu verkaufen. Am Ende kam eine kleine Summe heraus, die nicht meine Arbeit widerspiegelt. Wenn ich die Zeit noch einmal zurückdrehen könnte, würde ich keinen Blog mehr verkaufen, denn irgendwann wird man es bereuen und die investierte Zeit war an sich zwecklos.
Die Summe spiegelt in 99% der Fälle leider nicht die investierte Arbeit wieder
Falls ich für eine meiner Seiten ein nettes Angebot bekämme, würde ich zumindest drüber nachdenken…
Das muss jeder wirklich selbst entscheiden. Es werden täglich überall auf der Welt Firmen verkauft und niemand schreit nach Moral. Es ist fast das natürlichste der Welt und sollte für Blogs genauso gelten.
Blogs kaufen und verkaufen wird bald so selbstverständlich sein, wie der Handel mit gebrauchten Fahrzeugen. Kann man jetzt eigentlich nicht so direkt miteinander vergleichen, aber ich ziele auf die Selbsverständlichkeit ab, mit der möglicherweise in Zukunft gehandelt wird.
Das Medium Blog ist eben noch zu neu, um als handelsbares Wirtschaftsgut von der breiten Masse akzeptiert zu werden wie z.B. ein Gebrauchtwagen oder ein altes Moped.
Wenn wir es schaffen, breitstreuende und akzeptierte Plattformen für den An- und Verkauf von Blogs zu etablieren, wird auch der Handel mit Blogs sehr viel selbstverständlicher werden, als er heute ist.
In diesem Sinne….