Thema der Woche: Investitionen als Blogger

Verfasst von eisy am 17. Mai 2010 | 11 Kommentare

Ohne mich hättest Du nichts zu lesen. Ungefähr so könnte der Satz lauten, den jeder Blogger seinen Lesern entgegenbringen könnte. Denn wir Blogger sind es, die neben großen Nachrichtenseiten die Diskussionen der Medienwelt bestimmen. Wir entscheiden über viele Erfolge und Misserfolge im Marketing und wir machen aus kleinen Leuten große Namen in ganz unterschiedlichen Szenen. Ohne abgehoben zu klingen, sind diese Dinge in der Tat schon öfters eingetreten. Namen muss ich da sicher keine nennen, denn in der Werbung mit roten Haaren taucht ohne Grund eine Gestalt aus dem Nichts auf.

Verschiedene Investitionen

Leistung ist die Investition auf dem Weg zum Erfolg und wie ich finde, erkennen die Leser der Blogger viel zu selten wie viel Leistung eigentlich gefordert ist, damit ein Blogger täglich neue Beiträge auf seinem Weblog veröffentlicht ohne dabei die Motivation zu verlieren. Beim Thema der Woche ist es mir wichtig, mal von Euch zu erfahren wie viel Zeit Ihr in die eigenen Weblogs jeden Tag oder eben jede Woche investiert. Nicht jeder ist täglich mit dem eigenen Weblog befasst.

Meine Zeit pro Woche

Ich will natürlich auch meine eigene Zeit schildern, statt nur an diesem Thema zu schreiben. Ich arbeite offiziell von Montag bis Freitag in der Zeit von 07:00 Uhr bis 15:00 Uhr im Büro und bin in dieser Zeit fast durchgehend nur mit meinen Weblogs beschäftigt. Unter anderem auch mit Blogszene.com, was ab den kommenden Tagen sogar noch aktiver wird, nachdem die letzte Woche sehr inaktiv war. Insgesamt betreibe ich derzeit 5 Weblogs und arbeite an einem Plan, wie ich alle fünf Blogs jede Woche gut betreuen kann. Von den 40 Arbeitsstunden pro Woche gehen bei mir ca. 35 Stunden in der Woche fürs Bloggen drauf. Zeit ist für mich eine sehr große Investition, denn wie man sich bei der aufgeführten Arbeitszeit sicher vorstellen kann, muss bei all dieser zeitlichen Investition auch finanziell etwas in meine Richtung fließen.

Ausgaben als Investition

BloggerJeder Blogger braucht eine Domain, einen Webspace oder gar Server und holt damit Ausgaben ins Kassenbuch. Ich betreibe für meine anderen Weblogs außer Blogszene.com 2 Server mit je 99 Euro Kosten pro Monat. Der Server auf dem Blogszene.com liegt hat insgesamt auch 33 Euro pro Monat. Über die Kosten für die Domains müssen wir nicht reden. Teuer kann man Domains in der Miete ja heute nicht bezeichnen. Serverkosten und Domains sind bei mir im Monat bei knapp 230 Euro nur für die Weblogs. Hinzu kommen bei Blogszene.com noch Werbekosten in Höhe von 50 Euro pro Monat für das Werbebanner im tagseoblog.de der unter jedem Beitrag geschaltet wird. Für meine anderen Weblogs sind die Ausgaben im Monat bei knapp 500 Euro so das ich insgesamt mit 5 Blogs um die 550 Euro Ausgaben im Monat habe. Blogszene.com ganz allein hat im Monat Ausgaben von 60 Euro, wenn ich Betriebskosten ohne zeitliche Investition einrechne.

Freizeit statt Grenzen

Grenzen setzt das normale Berufsleben durch den üblichen Feierabend. Nach dem Job beginnt die Freizeit mit der Familie, mit Freunden usw. Bei mir ist die Freizeit keine Grenze, sondern das Addon zum Büro. In der Freizeit wird in anderen Weblogs viel gelesen. Ich schreibe viel auf Twitter, Facebook und in anderen Weblogs. Oft entsteht in der Freizeit auch noch ein Beitrag für den Abend. Ende ist erst gegen 20:00 Uhr. 13 Stunden pro Tag sind für mich als Blogger keine Seltenheit, aber ich mache das gerne. So gern wie ich als Blogger aktiv bin, so gern nehme ich aber auch punktgenau Freizeit wann immer ich sie brauche.

Werbung ist ausgleichender Faktor

Blogger die wirklich „Blogger“ sind und nicht nur neben dem eigentlichen Job in der Freizeit ein Weblog betreiben, müssen die Ausgaben ausgleichen. Werbung in Weblogs ist für jeden aktiven Blogger ein Muss. Durch Direktvermarktung, Affiliate-Marketing und Google AdSense verdienen Blogger in der Regel ihr Geld. So viel Geld das damit ganze Familien ernährt werden können und alles zum runden Business wird. Ohne Einnahmen hätte man keine Möglichkeit als hauptberuflicher Blogger die Leser mit seinem Wissen und täglich neuen Themen zu bedienen. Das müssen Leser oft erst sehr deutlich gesagt bekommen. Denn wer gegen Werbung in Weblogs etwas sagt, der soll sich zu den großen Medien verziehen und keine Blogs mehr lesen. :-)

Macht mit

Seid dabei und nehmt am Thema der Woche teil. Schreibt offen in Euren Weblogs was Ihr alles in den eigenen Blog investiert. Uns würde sehr interessieren wer noch alles hauptberuflich oder nur als Hobby Blogger ist. Wir wollen keine Einnahmen wissen, aber einen Einblick in eure tägliche Arbeit hätten wir sehr gern. Schreibt eigenen Beiträge oder nehmt in den Kommentaren teil. Allerdings sind eigene Beiträge besser, denn diese interessieren auch Eure Leser und ihr schafft Mehrwert! Wir verlinken jeden Teilnehmer hier im Weblog, also gebt uns einfach nur Bescheid.

Teilnehmer

  1. Ohne mich hast Du nichts zu lesen
  2. Wie viel Zeit geht beim Bloggen drauf?

Euch allen eine starke, erfolgreiche Woche!

Beitrag auf Twitter schicken


11 Kommentare

  1. PuNkBaStaRd sagt:

    grundsätzlich hast du vollkommen recht, werbung ist für das überleben eines weblogs nicht weg zu denken. zumindest gilt das für jeden blog, der aus kommerziellen gründen betrieben wird. ich persönlich betreibe nur einen mini-blog, verspreche mir davon auch nicht wirklich einnahmen und schreibe rein aus spaß an der diskussion mit anderen leuten.

    für mich ist das antrieb genug um immer wieder neuen content auf meinen blog zu schmeißen. obwohl ich ja auch gerne zugebe, dass ich auch nicht nein sagen würde, wenn ich vom eigenen blog leben könnte^^ ;-)

    ich werde mich dem thema auch mal widmen, vielleicht kann ja auch was gutes dabei raus. danke für den denkanstoß =))

  2. Dominik sagt:

    Ich würde gerne eine Blog Beitrag schreiben aber ich denke soviel ist es nicht was ich zu sagen habe.

    Ich blogge eigentlich Privat. Aber da ich Einnahmen durch Werbung und Trigami habe, ist der Blog gewerblich angemeldet.

    Die Zeit die ich die Woche damit verbringe kann ich gar nicht genau sagen. Es sind sicher auch an die 30-40 Stunden. Wobei ich die Zeit mit einrechne wo ich auch andere Blogs lese.

    Leben alleine kann ich davon nicht. Ich habe ja auch kein bestimmtes Thema. Ich blogge was mich beschäftigt und was mein Interesse weckt.

    In diesem Sinne…..

    lg
    Dominik

  3. [...] mit einem neuen Thema für alle Profi-, Hobby- und Pseudoblogger. Eisy stellt diese Woche auf Blogszene.com die Frage nach der Investition, die wir als Blooger aufwenden um unsere geliebten Weblogs mit Leben [...]

  4. [...] auf Blogszene.com und er hat recht wie ich finde. Der Satz steht in Verbindung zum Artikel “Investitionen als Blogger” und ist das Thema der Woche. Eisys einstellung im Artikel teile ich mit ihm, wobei ich [...]

  5. Darius sagt:

    Hi Eisy,

    benötigst Du denn wirklich eigenständige Server für die Blogprojekte?
    Welche Vorteile siehst Du darin, die die Mehrkosten ggü. einem Hostingpaket bei einem guten Anbieter rechtfertigen?

  6. [...] Thema der Woche: Investitionen als Blogger [...]

  7. eisy sagt:

    Hallo Darius,

    ich benötige nicht unbedingt für jedes Weblog einen eigenen Server. Aber ich benötige durchaus für alle 5 bis 10 Weblogs einen eigenen Server. Mehr lagere ich nicht auf einem Server und das hat unterschiedliche Gründe. Einer der wichtigsten Gründe ist das Thema Sicherheit. Keiner kann ein WordPress so sicher machen das wirklich kein Hack mehr gelingt. Schafft es der Angreifer auf einen Server, kommt er auch an die anderen Projekte. Das kann niemand auf dieser Welt ausschließen. Also wehre ich mich dagegen und lagere die Weblogs auf unterschiedlichen Servern. Meine Art des Schutzes und der ist mir einiges wert.

    Webhosting im Sinne von Webspace bei einem Provider kommt mir nicht in die Netzwerke. Ich will schon genau kontrollieren können was auf meinen IP-Adressen alles rumschwirrt und bisher habe ich das mit ca. 35 IP-Adressen auch noch ganz gut unter Kontrolle. :)

  8. Jan sagt:

    Hallo Eisy,

    es ist immer wieder spannend, einen Artikel von Dir zu lesen. Diesen habe ich über das webmaster-tagebuch.de gefunden. Ich bin immer wieder erstaunt, wo Du überall schreibst.

    Bloggen kann man durchaus als Dienstleistung am Leser ansehen. Dafür ist es aber vermutlich auch wichtig, Bloggen als Business zu betrachten. Es freut mich zu hören, das nicht nur Australier vom Bloggen leben können. Für mich trifft das natürlich nicht zu mit meinen 20 Besuchern pro Tag. ;-)

    Viele Grüße
    Jan

  9. [...] hatte bereits am Montag bei blogszene.com gefragt, was verschiedene Blogger in ihren Blog investieren. Auch mich interessiert diese Frage [...]

  10. samy sagt:

    Hallo Eisy, ein interessanter Artikel. Der Zeitaufwand ist wirklich nicht zu unterschätzen. Ein großer Anteil der Zeit geht auch für die Recherche drauf. Oft wird man durch andere Webseiten auch inspiriert, ein Thema, das man bisher garnicht “auf dem Radar” hatte, zu übernehmen. Das schöne am Job ist (“Blogjob”), dass man zeit- und ortsunabhängig ist. Und selbstverständlich ist man bei Regenwetter nicht traurig, sondern nutzt die Zeit fürs Bloggen ;-)

  11. shan_dark sagt:

    Wow, ein toller Artikel, vor allem weil Du so offen hinter die Kulissen schauen lässt. Es ist für mich locker verständlich, dass Du als hauptberuflicher Blogger rund um die Uhr in der Woche am Schreiben und Bekanntmachen der Artikel bist (Social Media etc.). Ich hatte nur nicht gedacht, dass man wirklich mit Adsense, Bannern & Affiliate Werbung auf diesen Blogs eine Familie ernähren kann. Bis dahin muss man es erstmal schaffen. Wäre eigentlich mein Traumberuf ;-)

Blog-Kommentar verfassen

Verbreite diesen Beitrag: Beitrag auf Twitter senden

und Folge Blogszene.com auf Twitter