Thema der Woche: Themenblogs oder bunt und wild?

Verfasst von eisy am 25. Mai 2010 | 8 Kommentare

Themenblog oder allgemeines BlogEigentlich wollte ich über Rechtschreibung in Blogs schreiben, dann fiel mir ein das ich diese selbst nicht beherrsche und bevor ich mich zum Troll der Woche mache, frage ich lieber Themenblogs oder bunt und wild? Betreibt ihr ein Weblog zu einem bestimmten Thema und worin seht ihr den Vorteil dessen im Vergleich zu jenen die über alle möglichen Themen bunt und wild berichten? Weiter frage ich euch was ihr lest. Eher Themenblogs oder eher allgemeine Quellen?

Vorteile von Themenblogs

Ein Themenblog wird in der Regel von einer Person betrieben die sich in der gewählten Branche auskennt. Man muss etwas zum Thema beitragen können um Leser zu gewinnen. Mit dem Weblog zu bestimmten Themen ist es machbar seinen eigenen Namen in diesem Bereich bekannter zu machen. Unter Umständen etabliert man sich auch als Experte in der Branche. Bis dahin jedoch muss man Zeit mitbringen, denn nur wegen des gestarteten Blogs in einer Branche ist man noch nicht der Experte auf diesem Gebiet.

Leser bekommen auf Themenblogs meist nur Beiträge die sie auch interessieren. Dadurch könnte zwar die Zielgruppe in manchen Branchen etwas kleiner ausfallen, jedoch sind die Leute interessiert.

Nachteile von Themenblogs

Anderseits kennen sich viele Leser selbst auch mit dem Thema aus und erkennen schnell wenn jemand nicht weiß was er schreibt. Wer oft ein Thema verpatzt kann durchaus sein Gesicht verlieren und wie schnell sowas geht haben einige große und kleine Unternehmen schon vorgemacht. Ratsam sind solche Blogs also dann nicht, wenn man keine wirklichen Skills in der Branche vorweisen kann.

Weiter ist es ein Nachteil, dass man nicht immer genau das Thema aufgreifen kann, was einen gerade berührt. Denn eventuell ist es zu weit von der Lesergruppe entfernt und würde nicht toleriert werden. Rücksichtslosigkeit ist in Themenblogs fehl am Platz.

Vorteile von allgemeinen Blogs

Gemischte Blogs oder eben allgemeine Blogs eignen sich hervorragend für zahlreiche Themenbereiche. Vieler Leser von Blogszene.com kennen einige solche Weblogs. Spontan sind das beispielsweise Netz-Online und Netzpanorama die anhand der Kategorien erkennen lassen wohin die Reise geht. Betrachtet man die Anzahl der Kommentare in diesen Weblogs wird man sehen, dass man sich nicht spezialisieren muss, um wirklich viele Leser zu bekommen. Die beiden Blogger können u.U. sogar Themen bringen die rein privater Natur sind. Was in Themenblogs nicht unbedingt funktioniert.

Als Leser sehe ich den Vorteil solcher Blogs in der geringeren Distanz zwischen Blogger und mir. Ich erfahre durch die bunte Mischung der Themen viel mehr über den Blogger in Person selbst, als nur über den „Experten“ im Blogger. Man lernt kennen was den Blogger zu interessieren scheint.

Nachteile von gemischten Blogs

Man findet nur schwer eine priorisierte Zielgruppe und kann es kaum jedem Leser recht machen. Zwar haben da auch Themenblogs oft Schwierigkeiten, aber allgemeine / gemischte Blogs haben es noch schwerer. Dem Blogger ist sowas gern egal, aber eigentlich darf es ihm das nicht sein, da es die Leser sind, die sich für seine Inhalte interessieren und wegen denen der Blogger stets am Ball bleibt. Kompromisse sind also gefragt und so kommt es, dass nahezu jeder allgemeine Blog auch seine Richtung in bestimmten Bereichen findet. Durchwachsen mit anderen Themen ergibt es eine Mischung die am Ende ein Maß an thematischer Freiheit bietet, von dem manch Themenblogger träumt.

Schwierig ist in allgemeinen Blogs aber auch das gezielte Marketing. Sofern der Blogger an echte Einnahmen in höheren Bereichen denkt, muss er eine komplett andere Strategie fahren als Blogger mit Themenblogs. Denn die breite Zielgruppe braucht eine breite Abdeckung der Kampagne. Darauf weiter einzugehen sprengt den Rahmen.

Fazit

Ich lese beide Arten der Blogs gern. Mir kommt es eher auf die Schreibe des Bloggers an, als auf die thematische Ausrichtung. Zwar muss mir die Themenwahl gefallen, aber mir bringt das beste Thema nichts wenn der Stil des Bloggers nicht mein Geschmack ist.

Eine kurze Woche steht uns bevor, also schreibt doch in den Kommentaren zum Thema der Woche was ihr lieber lest und was ihr betreibt. Habt ihr einen Themenblog und wenn ja warum, warum nicht wenn nein und wo lest ihr? Ich habe nur wenige Nach- und Vorteile genannt, denn alles hier aufzuzeigen ist zu viel. Ergänzt mich beliebig oder schreibt sogar einen eigenen Blogbeitrag zu diesem Thema. Eine angenehme Woche!

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Dies ist nur ein GravatarAutor: eisy

Dieser Beitrag wurde von eisy verfasst. Er bloggt unter anderem auf eisy.eu und eisy.net. In der Vergangenheit erschien von ihm bereits ein Artikel im Print-Magazin webselling. Das Business-Trendmagazin iBusiness zeigt sich regelmäßig an der Meinung von eisy zu Themen wie Online-Marketing, speziell zu Affiliate-Marketing, interessiert.

  • Website: http://www.eisy.eu

8 Kommentare

  1. Piet sagt:

    Danke für die Nennung :) Grundsätzlich lese ich beide Arten von Blogs gerne. Natürlich sind Themenblogs nur interessant wenn ich selbst Bedarf habe mir zu dem jeweiligen Thema neues Wissen anzueignen. Bestes Beispiel ist dein neuer Affiliate-Marketing Blog. Aktuell würde ich die Verteilung von allgemeinen Blogs und Themenblogs in meinem Feedreader auf 80:20 schätzen.

    Allerdings sind da auch viele Blogs dabei die ich spontan nich speziell als allgemeinen Blog oder als Themenblog charakterisieren könnte. Den klassischen Nischenblog, wie er aus dem Affiliate-Marketing bekannt ist, gibt es eigentlich nur sehr selten in meinem Reader. Die meisten haben zwar ein festes Themengebiet aus 2-3 Hauptthemen, aber ergänzen diese nach Lust und Laune mit anderen Artikeln.

  2. Mißfeldt sagt:

    Das gibts ja nicht. Gestern abend habe ich das neue Thema für den WMF festgelegt, und was soll ich sagen: (fast) genau das. Muss mal sehen, ob am Donnerstag schon alles gesagt ist. Witzig, wie manche Themen einfach durch den Äther wabern…
    Ich lese übrigens lieber reine “Fachblogs”: da weiß man, was man hat ;-) Aber mir selber ist das zum Schreiben viel zu langweilig …
    Es ist ja auch immer eine Frage, ob oder wie man sich und die Leser noch überraschen kann.

  3. Annika sagt:

    Hi eysi,
    da falle ich wohl genau in die Kategorie Themenblog.
    Wir schreiben seit einem Jahr über Kaffee, zunächst war das hobbymäßig. Vor einem halben Jahr haben wir dann auch einen Kaffeeshop, und damit das Blog auf unsere Shopseite integriert. Seitdem ist es viel schwieriger geworden, die Waage zu finden zwischen Gründeralltag-News und gut recherchierten Beiträgen zum Thema Kaffee. Denn die Zielgruppe ist jeweils eine andere, denke ich: Die Kaffee-Nerds, die wirklich das Fachwissen haben wollen, von denen es aber nicht so viele gibt. Und unsere Kunden natürlich, die sich für unsere Idee und das Konzept dahinter interessieren.
    Ich selbst lese auch lieber die Themenblogs und habe für meine Interessen, wie Design, SEO, oder zum Beispiel Kochen beine direkten Favoriten. Zum selbst Schreiben ist mir mein fixes Thema auch lieber. Hätte Angst, sonst in gefährliches Halbwissen oder pures Copy/Pasten zu verfallen…
    Gruß,
    Annika

  4. Torsten sagt:

    Hallo eisy, auch von mir ein herzliches Danke für die Nennung.

    Zu dem Pro und Kontra kann ich nur meine Zustimmung geben. Ich denke das Wichtigste für einen Blog ist, dass man über die Dinge schreibt, die einem am Herzen liegen und Spaß machen. Dazu kommt auch noch, dass wir (Susi und ich) thematisch unterschiedliche Interessen haben. So wird es nie langweilig.

    Sicherlich wäre ein spezialisierter Themenblog eventuell erfolgreicher, aber es würde uns zu sehr einengen und der Spaß an der Sache würde verloren gehen. Aus meiner Sicht ist es schön, auch über nicht ganz so fachliche Dinge zu schreiben, weil man so auch die Möglichkeit bekommt, sich mit den anderen Bloggern locker auszutauschen.

    In diesem Sinne… Viele Grüße Torsten

  5. Peter sagt:

    Ein Themenblog engt einem wohl möglich zu sehr ein. Wobei es letzten endlich jedem frei bleibt es so zu machen wie er/sie es für richtig hält.

  6. Michael sagt:

    Ich betreibe 2 Themenblogs, die unterschiedlicher nicht sein könnten, der eine zu Rezepten (habe beruflich mit Lebensmitteln zu tun) und der andere zu Tools, teste gerne mal neue Programme aus.
    Ich lese beide Arten von Blogs, bei Piet bin ich Stammleser, auch wenn ich nicht immer kommentiere.
    Einen Anteile, wieviele Themenblogs und allgemeine Blogs ich im Reader habe kann ich nicht nennen, ich lese, was mich interessiert.
    Ich finde nicht, dass meine Themenblogs einengen, ich schreibe halt nicht jeden Tag Beiträge.

  7. webSimon sagt:

    Ich verfolge ziemlich viele Blogs sehr sporadisch. Wirklich regelmäßig tauche ich deshalb nur bei solchen auf, deren Inhalte zumindest ab und an wirklich neu oder zumindest sehr gut aufgemacht sind. Deshalb hat es dein Affiliate-Blog zum Beispiel sehr leicht im Feedreader zu landen: Durch die große Fokussierung ist die Information naturgemäß besser aufgemacht. Den zwanzigtausendsten Post über (teils selbst erfundene) Rankingfaktoren muss ich mir nicht wirklich noch einmal durchlesen.

    Sicher sind die Qualitätsansprüche und -vorstellungen verschieden, aber ich denke die meisten werden das so handhaben. Daraus leite ich mein eigenes Verhalten beim Bloggen ab: Bei den Posts für Webdesign-Allendoerfer.de versuche ich entweder ein besonders kreatives Thema zu finden oder einen neuen Blick auf ein bekanntes zu werfen. Man sollte immer die beste Informationsquelle sein wollen. Gelingt mir natürlich nicht immer, aber man sollte schon Ideale haben.

    Allgemeine Webmaster-Blogs sind natürlich ein Extrembeispiel, da hier die “Konkurrenz” schon sehr groß ist. Hat man aber einen solchen Blog ist es auch leichter kleinere Nischen auszulagern. Das haben in letzter Zeit einige deutsche Blogger vorgemacht, Martin vergleicht das mit Satellitenseiten und nennt es SEO rückwärts.

  8. [...] Einen interessanten Artikel zu den Vor- und Nachteilen von spezialisierten Themenblogs habe ich auf Blogszene.com [...]

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