Durch ein zwar kleines aber interessantes Interview mit einer Medienwissenschaftlerin auf jetzt.de stellt sich mir doch ernsthaft die Frage, wie andere Blogger sich beim Lesen der Weblogs Dritter fühlen. Bzw. nicht mal nur beim Lesevorgang, sondern eher noch nach dem Lesen der Beiträge. Daher lautet das Thema der Woche diesmal „Wie fühlst du dich nach dem Lesen anderer Weblogs?“.
Eine Vielzahl von Bloggern die mehr regelmäßig im Web wahrnimmt hat interessante Blogbeiträge oder ein interessantes Berufs- bzw. Geschäftsleben. Einer dieser drei Punkte trifft in der Regel zu. Ich meine damit nicht Blogger die von 20 oder 100 Leuten pro Tag wahrgenommen werden, sondern Blogger bei denen gleich 1000 Leute wissen was der Blogger macht, wenn man nur seinen Namen erwähnt. Es sind die Blogger die immer etwas Interessantes zu berichten haben und damit auch Dinge ansprechen, die man als Leser auch sehr gern so hätte. Stichwort „Sozialer Vergleich“. Man liest die Inhalte und vergleicht seine eigene Situation mit der des Bloggers. Fliegen die Sehnerven also jede Woche über die ach so tollen Erfolge anderer Leute, kann es durchaus vorkommen, dass man sich irgendwann nach dem Lesen solcher Blogs nicht gut fühlt.
Warum ist das Leben des Bloggers interessant?
Blogger die über ihr eigenes Leben berichten, helfen manchmal mit kleinen Retuschierarbeiten nach. Es zu allgemein auszudrücken wäre unfair. Doch wer tausende Leser auf einem Weblog erreichen will der sich ums Privatleben dreht, der muss etwas „Besonderes“ für seine Leser bereithalten. Anstatt einfach nur mit der Bahn von München nach Berlin gefahren zu sein, hat man eben ein anderes Verkehrsmittel benutzt und noch dies und jenes erlebt. Die Mietwohnung ist Eigentum und 85 qm² sind 130 qm². Wie auch im Internet zu lesen, baut der Leser eine parasoziale Bindung zum Blogger auf. Unterstützt durch dessen Antworten auf eventuelle Kommentare ist dieser Zustand bei vielen Menschen schnell erreicht.
Thema der Woche
Wir, ich, Andreas, Lars, Soeren, wollen also von euch wissen, wie ihr euch fühlt wenn ihr andere private Blogs lest, wo das Privatleben des Bloggers durchaus interessant für euch erscheint. Verändert sich eure Laune während bzw. nach dem Lesen der Blogbeiträge? Kommt eventueller Neid auf, der durch einen Sozialen Vergleich entsteht? Antwortet einfach in den Kommentaren und macht mit einem Blogbeitrag auf eure Meinung aufmerksam, falls ihr genug Stoff zum Schreiben wisst.
Wir wünschen euch eine angenehme Woche!







Ich lasse mich von sowas nicht mehr beeindrucken.
Ich habe genug Leute on- und offline erlebt die immer auf dicke Hose gemacht haben und in Wirklichkeit war nichts davon wahr.
Ich gebe aber zu das es Zeiten gab in denen sich schon mal ein gewisser Neid entwickelt hat. Dies hat sich jedoch gelegt desto erfüllter mein Privatleben wurde.
Daher denke ich das es stark von der Lebenssituation abhängt.
Ich denk mir meist, WOW.
Lese gerne bei Blogs wie SIN, Blogprojekt und Robertbasic mit und da stellt sich bei mir nicht die Frage des Neides, denn ich weiß, wie sehr sich die Herren ins Zeug legen.
Andere erfolgreiche Blogs sind für mich vor allen Dingen inspirierend
Neidisch werde ich ganz bestimmt nicht, denn ich weiss sehr gut, wie viel Arbeit und Können hinter dem Erfolg steckt. Die Grossen sind für mich wichtige Vorbilder.
[...] Lesen von folgende Artikel auf Blogszene.com ist mir auch die Idee gekommen ein wenig über meine eigene Erfahrungen in Bezug auf die [...]
Sehr interessantes Thema
Ich selbst freue mich über viele Blogposts von erfolgreichen Leuten. Wozu sollte man neidisch werden?
Wenn einer auf seinem Blog zeigt welche berühmte Leute er getroffen hat denke ich eher: Glückwunsch!
Sehr interessantes Thema!
Nachdem Lesen anderer Blogs bekomme ich immer ein paar neue eigene Ideen oder kann Ideen andrer Blogger weiterführen. Es hilft, quasi eine Inspiration.
Neid wird sicherlich bei vielen eines der Gefühle sein, die eine Antriebsfeder für wenig konstruktives darstellen. Ich frage mich immer warum man Dinge, die jemand anders hat und die einem selbst gefallen, nicht als Anlass nimmt um anzufangen darauf hin zu arbeiten.
Marco hat es eh schon auf den Punkt gebracht : Je erfüllter das eigene Leben ist, umso weniger schaut man auf das der anderen. Und Neid hat noch niemandem ein erfülltes Leben gebracht.
Nein, neidisch bin ich auf keinen Fall. Im Gegenteil. Ich lese unheimlich gerne in der Bloggerszene. Und da die ganze Bandbreite. Also vom kleinen Blogger bis zu den Großen.
Und, je größer der Webblog, umso mehr Arbeit steckt dahinter. Also kommt der Erfolg sicherlich nicht von “Irgendwo”.