Tipps gegen die Schreibblockade

Verfasst von Andreas am 17. Mrz 2010 | 6 Kommentare

Letzte Woche las ich beim Piet vom Blog Netzpanorama, das er im Moment eine ziemliche Schreibblockade hat. Er geht damit sehr offen und Ehrlich um und versucht auch keine Ausreden sondern sagt deutlich, das er den eigentlichen Ursprung oder eine Lösung dazu, nicht parat hat. Sein offener Umgang mit der Schreibblockade, rechne ich Ihm hoch an. Wie man aus dieser Situation heraus kommen kann und welche Maßnahmen schon im Vorfeld getroffen werden können, dabei soll dieser Artikel helfen.

 

Schreibblockade – Keine Ideen, keine Artikel

schreibblockade

Ich schreibe seit Juli letzten Jahres, fast ununterbrochen neue Artikel. In der Regel veröffentliche ich mindestens fünf Berichte in der Woche. Meistens von Montag bis Freitag. Hin und wieder auch mal was am Sonntag. Das ist in meinen Augen eine ordentliche Postingfrequenz und dafür benötige ich auch nicht sonderlich viele Themenbereiche oder Kategorien. Eigene Ideen zu neuen Artikel, gehen mir eigentlich nie wirklich aus.

Das liegt vielleicht auch daran, das ich für mich ein paar Wege gefunden habe, um mich Inspirieren zu lassen. Wenn ich beispielsweise eine Idee oder ein interessantes Thema entdecke, notiere ich mir dies sofort und mache ein paar Stichpunkte inklusive URL dazu. Ich kann dies jedem nur empfehlen da sich mit der Zeit so einige Ideen ansammeln, die man für zukünftige Blog Beiträge immer gut gebrauchen kann. Wo und wovon ich mich inspirieren lasse, das kann ich Euch anhand einiger Beispiele aufzeigen. Vielleicht ist da ja auch etwas für den ein oder anderen dabei.

 

Inspirationen holen

Ich glaube, andere Blogs sind die wichtigste Quelle um sich inspirieren zu lassen. Diese Möglichkeit nutzt bestimmt fast jeder. Ich greife aber auch gerne auf Twittbee zurück. In Twittbee lassen sich schnell und gezielt, viele Twitter Nachrichten, die mit einem bestimmtes Hash Tag versehen sind, auffinden. Wer beispielsweise für ein WordPress Thema nach Ideen auf der Suche ist, sollte gelegentlich Twittbee verwenden.

Neue Themen Ideen

Ist für mich persönlich (noch) kein großes Problem, neue Themen zu erstellen und darüber zu schreiben. Manchmal fallen einem wirklich tolle Themen, regelrecht in den Schoss. Unser letztes Thema der Woche (RSS Feeds) haben wir eigentlich dem Basic Thinking Blog zu verdanken. Auch der Webmaster Friday handelte darüber und ich denke, man kann behaupten, das beide recht erfolgreich waren. Hier fand ein guter Gedanken- sowie Meinungsaustausch statt und….es gab den ein oder anderen Kommentar der wiederum zu einer neuen Artikelidee führte. Kommentare, können da ebenfalls gute Initialzünder sein. Eine weitere Möglichkeit, sich inspirieren zu lassen, wäre formspring.me. Da gibt es mittlerweile einige interessante Leute, die diesen Dienst nutzen und darin gestellte Fragen beantworten.

Gezielte Maßnahmen

Wenn einem wirklich nichts einfällt, der kann sich etwas Arbeit machen. Experimentiert, probiert verschiedene Dinge aus und schreibt darüber. Experimente werden gerne verfolgt und für die Ergebnisse interessieren sich viele. Ich hab schon einige Experimente mit meinem alten Blog gemacht. Beispielsweise SEO Texte, Google Adwords, Plug-ins für andere Zwecke (als gedacht) eingesetzt. Oftmals kommen da automatisch mehrere Artikel zustande, ein schöner Nebeneffekt.

Macht bei diversen Blog Projekten mit! Ich empfehle immer wieder gerne den Webmaster Friday. Dieser findet jeden Freitag statt und hat meistens sehr interessante Themen. Ich habe schon sehr oft, gute Ideen oder Anregungen zu neuen Themen, durch den Webmaster Friday erhalten. Blog Projekte sind eine wirklich gute Inspirationsquelle und ich glaube, es gibt für nahezu jedes Thema, ein Prokjekt. Für den Fall das doch keins vorhanden ist, einfach mal eins starten. Solche Projekte unbedingt ausprobieren bzw. daran teilnehmen.

Umgebung und Routine

Eure gewohnte Umgebung und ständige Routine beim schreiben von Blog Artikel, können irgendwann auch zum Problem werden. Man sitzt am Rechner und starrt auf den Monitor. Was dann passiert kennen sicherlich viele aus eigener Erfahrung: Es fällt einem rein gar nichts ein, Inspirationen wirken nicht. Dann kommt der große Frust und man hat überhaupt keine Lust mehr. Das kommt Euch bekannt vor? Dann wird es höchste Zeit etwas am Ort bzw. Umgebung zu verändern.

Wenn Ihr ständig am gleichen Platz arbeitet bzw. schreibt und dabei wohlmöglich noch Kompromisse eingehen müsst, kann das eben auch fatale Auswirkungen haben. Wer würde denn nicht lieber auf dem Balkon sitzen, endlich die ersten angenehmen Frühlingstage genießen anstatt vor dem Rechner zu hocken? Eben. In einer Umgebung in der man sich Wohl fühlt, lässt es sich viel besser arbeiten oder schreiben. Das trifft eben auch auf die eigene Wohnung zu. Bei einer Schreibblockade, ruhig mal einen Platzwechsel ausprobieren. Ich habe beispielsweise ein kleines Netbook, an dem ich Abends auf der Couch (und hoffentlich bald wieder auf dem Balkon) oder in der Küche schreiben kann. Halt da, wo es mich so hinzieht. Mit Wlan kann man sich auch mal in ein Cafe hinsetzen und loslegen, habe ich auch schon gemacht.

Letztendlich verschwindet irgendwann jede Schreibblockade, es ist halt nur eine Frage der Zeit. Problematisch wird es erst dann, wenn diese 1- Wochen anhält und einen komplett aus dem Rhythmus bringt. Da könnte man nämlich vor dem nächsten kleinen Problem stehen, sich wieder aufzuraffen und regelmäßig zu schreiben.

Was macht Ihr eigentlich gegen eine Schreibblockade oder habt Ihr sogar eigene Methoden entwickelt damit Euch das nicht so leicht passieren kann?

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Dies ist nur ein GravatarAutor: Andreas

Dieser Beitrag wurde von Andreas verfasst. Aktuell schreibt Andreas auch auf seinem Blog webseiten-labor.de, zudem war er Betreiber von wp-zone.de, den er zugunsten einer Zusammenarbeit mit Blogszene eingestellt hat.

  • Website: http://www.webseiten-labor.de

6 Kommentare

  1. Piet sagt:

    Vielen Dank für die Nennung. Ich finde man darf eine Schreibblockade jedoch nicht zwangsläufig mit Ideenlosigkeit gleichsetzen. An Ideen hat es mir während der Blockkade nie gemangelt, ich habe es nur einfach nicht fertiggebracht diese Ideen in einen Text zu verpacken.

    Der erste Schritt um eine Schreibblockade zu überwinden ist auf jeden Fall die Ursachenforschung. Man muss sich wirklich klar werden warum es nicht klappt.Da stellst sich dann raus ob es Ideenmangel ist, den kann man am einfachsten lösen, oder ob sich andere Gründe einschränkend auswirken.

    So oder so, den Rhythmus wiederzufinden ist eine Herausforderung.

    LG Piet

  2. Interessante herangehensweise an ein Problem, welches jeder (mind. 101%) kennt. Die Lösung des Problems als auch die Ansätze sind vermutlich ähnlich individuell wie der Schreiberling selbst.

    Ich habe mir “angewöhnt”, aktuelle themenverwandte Ereignisse subjektiv zu kommentieren. Vor dem abschicken denkt man meisten “man, den Mist liest keine Sau” und diese Texte bringen meist (seltsamer Weise) den höchsten Rücklauf. Wenn ich vor einem leeren Blatt Papier sitze, gehe ich meinen Frust auf dem Crosstrainer wegschwitzen. Befreit und macht den Kopf frei. Oder wie man es schon von anderen Prozessen kennt, einfach mit was völlig anderem beschäftigen. Ich schreibe die Sachen gern dann, wenn sie mir in den Kopf kommen und wenn auch nur stichpunktartig um es dann in einer ruhigen Minute auszuarbeiten.

    Im Zweifelsfall “einfach mal machen” ;)

    Beste Grüße,
    Kai

  3. Ralle NL sagt:

    Es ist halt nicht immer einfach mit der Schreiberei, es gibt Tage da ist man der Meinung sich stets und ständig zu wiederholen, egal wie mans anpackt es klappt einfach nicht.
    Da ich noch “altmodisch” gelernt hab, behalt ich das bei, und zwar mit Diktiergerät, manchmal ist es einfacher seine Gedanken auf Band zu sprechen und später abzutippen, oder wenn man hat, mit einem Spracherkennungsprogramm zu arbeiten z.b.Powerdiktat. Dabei kann man auch herzhaft lachen und abschalten, manchmal erzeugt das Programm Wörter aus Nebengeräuschen, ist echt lustig.
    Danach klappts mit dem Schreiben wieder besser.

    Grüße Ralle

  4. Andreas sagt:

    Ich bin zwar noch ein recht neuer Blogger, aber trotzdem kenne ich dieses Problem auch. Wobei ich dann eher Probleme damit habe wie ich meine Ideen in Texte fassen kann.

    Wenn ich gar nicht mehr weiterkomme gehe ich ein wenig spazieren oder schaue den Rundballern beim Training zu ;-)

    Gruß aus Bremen
    Andreas

  5. Dieter sagt:

    Tja, leider kenne ich Schreibblockaden auch vielzugut, allerdings bei mir auf einem anderen Gebiet, da ich zur Zeit an meinem ersten eigenen Buch schreibe, mittlerweile ca. 70% davon fertig habe, aber zur Zeit in einem tiefen Loch hänge und nicht wirklich weiterkomme.

  6. Marco sagt:

    Jerry Seinfeld sagte einmal auf die Frage, warum er so einen Output generiert “Don’t break the chain”, dahinter verbirgt sich nichts anderes, als jeden Tag “einfach” zu schreiben und für das Geleistete ein Kreuz im Kalender auf den jeweiligen Tag zu setzen. Damit wird Schreiben zur täglichen Gewohnheit, funktioniert tatsächlich, Disziplin ist natürlich erforderlich.

    Gruß,
    Marco

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