Die meisten von euch haben es sicherlich schon erlebt. Man findet ein schickes Theme für den Blog oder ein hilfreiches Plug-in und dann stellt man plötzlich fest, es ist komplett in Englisch. Deutsche Übersetzung? Fehlanzeige. Es ist keine weit und breit in Sicht. Aber wie fast immer, gibt es da eine komfortable Lösung für WordPress.
Die paar Wörter und Sätze könnte man ja schnell selber übersetzen aber gab es da nicht so etwas wie eine Sprachdatei, welche extra angelegt und bearbeitet werden musste? Diese besitzt sogar eine eigene Datei Endung, nein sogar zwei davon. Einmal den Allerwertesten das .po und das .mo Format. Beide verantwortlich für Sprachen. Und zusätzliche Tools soll man dafür auch noch installieren. Schon schrecken die ersten zurück denn auf den ersten Blick sieht es wirklich nach etwas viel Aufwand für ein paar Wörter aus. So habe ich auch gedacht. Bis ich auf das Plug-in Codestyling Localization gestoßen bin. Gleich mal vorab, viel einfacher und bequemer, Themes oder Plug-ins "einzudeutschen”, geht es nicht.
Codestyling Localization – Share your Language
Wie üblich, ist die Installation sowie Aktivierung von Codestyling Localization als WordPress Plug-in kinderleicht und ruck zuck erledigt. Direkt danach erfasst das Plug-in sämtliche Sprachdateien (diese werden auch gettetxt Dateien genannt). Dazu gehören die eigentliche WordPress Installation inklusive aller gespeicherten Themes und Plug-ins. Diese werden übersichtlich dargestellt und alle relevanten Information sind ebenfalls mit ein Blick zu erfassen. Natürlich werden auch alle bereits vorhanden Sprachen angezeigt und zwar separat für jedes Theme oder Plug-in. Hin und wieder kann es vorkommen, das Codestyling Localization nicht alles 100% erfasst hat. Hierzu einfach einen Rescan vom jeweiligen Theme oder Plug-in wiederholen, fertig.
Individuell Eindeutschen und modifizieren
Wer sein englischsprachiges Theme endlich mal komplett ins Deutsche übersetzen will, wird sicherlich seine Freude an dem Plugin haben. Nach dem Wechsel in den Edit Modus, erhält man sofort alle notwendigen Information zu dem zu übersetzenden Objekt. Selbst Text oder Infos welcher im Code eingebaut ist, lässt ohne weiteres verändern. Ihr könnt auch ganz gezielt nach bestimmten Wörtern suchen und hierzu stehen auch ein paar Suchfilter zur Verfügung.
Ob kleine Änderungen oder eine ganze Übersetzung, möglich ist alles. Besonders schön, Umlaute werden automatisch umgewandelt. Spezielle Kenntnisse sind da nicht vonnöten. Wichtig: Habt Ihr die Änderungen vorgenommen, müsst ihr den “generate mo-file” betätigen damit die Sprachdatei mit euren Angaben dauerhaft übernommen wird. Die Ergebnisse könnt ihr dann sofort begutachten und falls erforderlich, nochmals korrigieren. Sehr Praktisch ist auch die Option, Übersetzungen mithilfe von Google Translation vorzunehmen. Das Plug-in ist über die Google Schnittstelle verbunden und so kann direkt im Plugin eine deutsche Übersetzung generiert werden. Sehr cool! Bei langen Texten und für die, die nicht ganz so Fit in Englisch sind, eine große Hilfe. Manche Begriffe sind doch recht spezifisch, da macht das schon Sinn diese Option in Anspruch zu nehmen.
Anwendungsszenarien
Für die Mehrheit von Theme Designer sind solche Arbeiten und praktische Hilfen dazu, sicherlich längst bekannt. Das Plug-in gibt es immerhin schon eine Weile. Allerdings gibt es auch viele, die kleine Plug-ins entwickeln und diese Möglichkeit noch nicht kennen und auch vor einer Übersetzung etwas zurückschrecken. Mit diesem Plug-in ist es auch möglich, befreundete Blogger oder Leser um mithilfe zu fragen. Wenn man den Helfer zeigt, wie einfach und mit wie wenig Aufwand das machbar ist, dürften sich bestimmt einige finden lassen.
Oder beispielsweise schnell mal einen dezenten Hinweis in der Eingabemaske für Kommentare eintragen, das Keywords als Namen nicht akzeptiert und daher gelöscht werden. Ist alles direkt aus dem Dashboard heraus machbar, ohne das zusätzliche Tools installiert werden müssen.
Ich persönlich verwende Codestyling Localization im Moment dazu, ein neues Theme ganz individuell anzupassen. Ich habe nämlich keine Lust, nach ein paar Wochen feststellen zu müssen, das ein überlanger Kategorie Name in Kombination mit Tag Wörtern, zu hässlichen Zeilenumbrüchen im Artikel Header führt. Da wird der Begriff Kategorie vorsorglich in Thema umbenannt und gut ist. Speziell solche Kleinigkeiten, lassen sich glücklicherweise auch nachträglich mit Codestyling Localization vornehmen.
Das Plugin Codestyling Localization, ist schon eine kleine Perle unter den zahlreichen WordPress Plugins, das eigentlich schon zum Pflichtprogramm eines Blogs gehört. Wird es nicht benötigt, kann man es deaktivieren. Die Änderung bleiben in den Sprachdateien ja erhalten.








Das klingt sehr gut und der Beitrag hat das Plugin schön erklärt. Hätte ich das bloß eher gewusst – jetzt hab ich mein Theme “per Hand” eingedeutscht
Aber den Artikel werde ich mir auf jeden Fall merken. Wer weiß, wofür man das Plugin noch mal einsetzen kann.
Voraussetzung dafür ist aber, dass der entsprechende Ersteller eines Themes oder Plugins dieses für eine Lokalisierung vrorbereitet hat. Leider ist dies nicht immer der Fall.
Aber ansonsten ein wirklich tolles Plugin.
Das ist ja nicht unerheblich. Woran erkennt man, dass das Theme für sowas vorbereitet wurde?
@Stefan: Dazu gibt es seit 2009 einen Artikel und ein PDF Dokument meines Vortrags beim WordCamp 2009. Ich versuch es mal mit dem Link hier: WordCamp 2009 Vortrag
Diese Kurzbeschreibung sollte ein guter Einstieg sein, wie man Themes und/oder Plugins übersetzungsfähig machen kann. Oder eben auch erkennen, ob ein solches vorbereitet ist.
[...] kurzem hat Heiko Rabe, der auch das von mir sehr geschätzte WordPress Plug-in Codestyling Localization entwickelt hat, eine recht komfortable Lösung für alle WordPress Blogger zur Verfügung gestellt. [...]